Unterschrift – und die ineinander verschlungenen Buchstaben

10. September 2018 | Kanzlei und Beruf, Zivilrecht
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Es ist unschädlich, wenn bei der Unterschrift des Prozessvertreters einzelne Buchstaben seines Namens ineinander verschlungen sind.

Denn auch ein nicht lesbarer Namenszug ist als Unterschrift anzuerkennen, wenn der Unterzeichner auch sonst in gleicher oder ähnlicher Weise unterschreibt1.

Erforderlich ist lediglich, dass der Prozessvertreter dabei einen individuellen, nicht nur als Handzeichen oder Paraphe anzusehenden, sondern den Anforderungen an eine Unterschrift genügenden handschriftlichen Schriftzug verwendet2.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 17. April 2018 – XI ZB 4/17

  1. BGH, Beschluss vom 26.04.2012 – VII ZB 36/10, NJW-RR 2012, 1140 Rn. 8
  2. vgl. hierzu BGH, Beschlüsse vom 26.02.1997 XII ZB 17/97, FamRZ 1997, 737; vom 27.09.2005 – VIII ZB 105/04, NJW 2005, 3775; und vom 16.09.2010 – IX ZB 13/10, NZI 2011, 59 Rn. 6

 
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