Unver­fall­ba­re Pre­paid-Gut­ha­ben

Die bei einem Mobil­funk­an­bie­ter erwor­be­nen Pre­paid-Gut­ha­ben dür­fen nach einem jetzt vom Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen gefäll­ten Urteil von dem Mobil­funk­an­bie­ter nicht nach zwölf Mona­ten gelöscht wer­den.

Unver­fall­ba­re Pre­paid-Gut­ha­ben

Dabei wur­den fol­gen­de Klau­seln für Pre­paid-Mobil­funk­dienst­leis­tun­gen in den All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen von O2 für unzu­läs­sig erklärt:

a) Ein Gut­ha­ben, des­sen Über­tra­gung auf das Gut­ha­ben­kon­to mehr als 365 Tage zurück­liegt, ver­fällt, sofern es nicht durch eine wei­te­re Auf­la­dung, die bin­nen eines Monats nach Ablauf der 365 Tage erfol­gen muss, wie­der nutz­bar gemacht wird.

b) Mit Been­di­gung des Ver­trags ver­fällt ein etwai­ges Rest­gut­ha­ben auf dem Gut­ha­ben­kon­to, es sei denn, [Anbie­ter] hat den Ver­trag aus nicht vom Kun­den zu ver­tre­ten­den Grün­den gekün­digt oder der Kun­de hat den Ver­trag aus von [Anbie­ter] zu ver­tre­ten­den Grün­den gekün­digt.

OLG Mün­chen, Urteil vom 22. Juni 2006 – 29 U 2294/​06
[via ver­brau­cher­recht­li­ches…]