Urlaub und die Berufungsfrist

Unkenntnis über eine Frist, etwa wegen einer Urteilszustellung während eines längeren, auch über den Ablauf der Berufungsfrist hinweg andauernden Urlaubs, eröffnet nicht immer die Möglichkeit zu einer Wiedereinsetzung, wie ein aktueller Fall des Bundesgerichtshofs zeigt:

Urlaub und die Berufungsfrist

Eine Partei, die in Kenntnis eines bereits ergangenen Urteils eine Reise antritt, muss noch vor der Abreise Kontakt mit ihrem Prozessbevollmächtigten aufnehmen, ihn jedenfalls über die bevorstehende Abwesenheit unterrichten und sicherstellen, dass rechtzeitig vor Ablauf der Rechtsmittelfrist zumindest telefonisch eine Entscheidung über die – gegebenenfalls vorsorgliche – Einlegung des Rechtsmittels getroffen werden kann.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 18. Februar 2009 – IV ZR 193/07