Ver­brau­cher­dar­le­hen vom Unter­neh­mer

Für ent­gelt­li­che Dar­le­hens­ver­trä­ge zwi­schen einem Unter­neh­mer als Dar­le­hens­ge­ber und einem Ver­brau­cher als Dar­le­hens­neh­mer (Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trag) gel­ten ergän­zend zu den „nor­ma­len“ Dar­le­hens­vor­schrif­ten gemäß § 491 BGB noch eini­ge beson­de­re ver­brau­cher­schüt­zen­de Vor­schrif­ten.

Ver­brau­cher­dar­le­hen vom Unter­neh­mer

Die­se Ver­brau­cher­schutz­vor­schrif­ten gel­ten nicht nur für Dar­le­hen, die von einer Bank ver­ge­ben wer­den. Dar­le­hens­ge­ber im Sin­ne des § 491 Abs. 1 BGB kann, wie der Bun­des­ge­richts­hof jetzt ent­schei­den hat, auch ein Unter­neh­mer sein, des­sen unter­neh­me­ri­sche Tätig­keit sich nicht auf die Kre­dit­ver­ga­be bezieht. Not­wen­dig ist nur, dass der Unter­neh­mer bei Abschluss des Dar­le­hens­ver­tra­ges in Aus­übung sei­ner gewerb­li­chen oder selb­stän­di­gen beruf­li­chen Tätig­keit han­delt, wobei auch eine erst­ma­li­ge Dar­le­hens­ver­ga­be gele­gent­lich der gewerb­li­chen Tätig­keit aus­rei­chend ist.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 9. Dezem­ber 2008 – XI ZR 513/​07