Pacht­zin­sen beim wirt­schaft­li­chen Geschäfts­be­trieb

Ver­pach­tet eine gemein­nüt­zi­ge Kör­per­schaft einen zuvor von ihr selbst betrie­be­nen wirt­schaft­li­chen Geschäfts­be­trieb, unter­liegt sie mit den Pacht­ein­nah­men solan­ge der Kör­per­schaft- und Gewer­be­steu­er, bis sie die Betriebs­auf­ga­be erklärt. Über­schrei­ten die Pacht­ein­nah­men die Besteue­rungs­gren­ze des § 64 Abs. 3 AO nicht, sind bei ihr die Pach­t­ent­gel­te aller­dings nicht zur Gewer­be­steu­er her­an­zu­zie­hen. Gemäß § 8 Nr. 7 Satz 1 GewStG ist daher die Hälf­te der Pacht­zin­sen beim Päch­ter dem Gewer­be­er­trag hin­zu­zu­rech­nen.

Pacht­zin­sen beim wirt­schaft­li­chen Geschäfts­be­trieb

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 4. April 2007 – I R 55/​06