Ver­eins­ge­rich­te

Die Ent­schei­dun­gen soge­nann­ter Ver­eins- oder Ver­bands­ge­rich­te sind, so der Bun­des­ge­richts­hof in einem Beschluss vom Mai 2004, oft­mals kei­ne Schieds­sprü­che im Sin­ne der §§ 1025 ff ZPO.

Ver­eins­ge­rich­te

Durch Ver­eins­sat­zung kön­nen auf das Mit­glied­schafts­ver­hält­nis bezo­ge­ne Strei­tig­kei­ten zwi­schen einem Ver­eins­mit­glied und dem Ver­ein oder zwi­schen Ver­eins­mit­glie­dern einem Schieds­ge­richt im Sin­ne der §§ 1025 ff. ZPO zuge­wie­sen wer­den. Das sat­zungs­mä­ßig beru­fe­ne Schieds­ge­richt ist aber nur dann als Schieds­ge­richt im vor­ge­nann­ten Sinn anzu­er­ken­nen, wenn Rechts­strei­tig­kei­ten unter Aus­schluss des ordent­li­chen Rechts­we­ges der Ent­schei­dung einer unab­hän­gi­gen und unpar­tei­li­chen Instanz unter­wor­fen wer­den.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 27. Mai 2004 – III ZB 53/​03