Ver­gleich nach Ver­säum­nis­ur­teil

Ist ein Ver­säum­nis­ur­teil, aus dem die Zwangs­voll­stre­ckung betrie­ben wor­den ist, durch einen Pro­zess­ver­gleich ersetzt wor­den, kann der Gläu­bi­ger grund­sätz­lich die Erstat­tung der Voll­stre­ckungs­kos­ten in der Höhe ver­lan­gen, in der sie ange­fal­len wären, wenn er von vorn­her­ein die Voll­stre­ckung auf den Ver­gleichs­be­trag beschränkt hät­te 1. Wer­den in dem Ver­gleich wei­te­re nicht streit­ge­gen­ständ­li­che Ansprü­che gere­gelt, setzt die Fest­set­zung der Kos­ten der Zwangs­voll­stre­ckung aller­dings vor­aus, dass sich fest­stel­len lässt, in wel­chem Umfang das Ver­säum­nis­ur­teil in der Sache Bestand hat.

Ver­gleich nach Ver­säum­nis­ur­teil

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. Febru­ar 2010 – XII ZB 147/​05

  1. im Anschluss an BGH, Beschluss vom 10.10.2003 – IXa ZB 204/​03, NJW-RR 2004, 503[]

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