Ver­jäh­rung von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen – und die Anga­ben im Güte­an­trag

Wie der Bun­des­ge­richts­hof mit Urteil vom 28.10.2015 1 ent­schie­den und näher begrün­det hat, genügt es in Fäl­len, in denen es um einen Scha­dens­er­satz­an­spruch wegen Auf­klä­rungs­män­geln infol­ge unge­nü­gen­der Auf­klä­rung über Beson­der­hei­ten des von der Beklag­ten ange­bo­te­nen Ver­si­che­rungs­pro­dukts geht, wenn Poli­cen­num­mer, Zeich­nungs­sum­me, Art und Umfang der behaup­te­ten Auf­klä­rungs­pflicht­ver­let­zun­gen und des gel­tend gemach­ten Scha­dens­er­satz­an­spru­ches bezeich­net wer­den 2.

Ver­jäh­rung von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen – und die Anga­ben im Güte­an­trag

Dabei reicht es jeden­falls dann aus, dass sich die­se Anga­ben ledig­lich in vor­pro­zes­sua­len Anspruchs­schrei­ben befin­den, wenn es sich um ein ein­zel­nes Schrei­ben han­delt, mit dem die Erkenn­bar­keit des Begeh­rens des Antrag­stel­lers gewähr­leis­tet wird, auf des­sen Inhalt in dem Antrag aus­drück­lich Bezug genom­men ist und das dem Antrag bei­gefügt wur­de 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 25. Mai 2016 – IV ZR 1/​15

  1. BGH, Urteil vom 28.10.2015 – IV ZR 405/​14, VersR 2015, 1545[]
  2. BGH, aaO Rn.19[]
  3. BGH, aaO Rn. 15 f.[]
  4. BGH, Urteil vom 28.10.2015 – IV ZR 405/​14, VersR 2015, 1545[]