Ver­jäh­rung von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen der Behör­den

Bei Behör­den und öffent­li­chen Kör­per­schaf­ten beginnt die Ver­jäh­rungs­frist für zivil­recht­li­che Scha­dens­er­satz­an­sprü­che nach § 199 Abs. 1 BGB zu lau­fen, wenn der zustän­di­ge Bediens­te­te der ver­fü­gungs­be­rech­tig­ten Behör­de Kennt­nis von dem Scha­den und der Per­son des Ersatz­pflich­ti­gen erlangt; ver­fü­gungs­be­rech­tigt in die­sem Sin­ne sind dabei sol­che Behör­den, denen die Ent­schei­dungs­kom­pe­tenz für die zivil­recht­li­che Ver­fol­gung von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen zukommt, wobei die behörd­li­che Zustän­dig­keits­ver­tei­lung zu respek­tie­ren ist.

Ver­jäh­rung von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen der Behör­den

Im Zusam­men­hang mit einer Prü­fung im Sin­ne von § 28p SGB IV ist der zustän­di­ge Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger auch ver­fü­gungs­be­rech­tigt für die Gel­tend­ma­chung zivil­recht­li­cher Scha­dens­er­satz­an­sprü­che gegen den Geschäfts­füh­rer einer GmbH wegen der Vor­ent­hal­tung von Gesamt­so­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 12. Mai 2009 – VI ZR 294/​08