Verjährungshemmung durch Streitverkündung

Die Beteiligung eines Dritten an einem Rechtsstreit kann durch eine Streitverkündung her­bei­ge­führt wer­den, die zu einer Bindung des Dritten an die Entscheidung die­ses Prozesses führt, etwa für einen etwai­gen Folgeprozess gegen den Streitverkündeten. „Nebeneffekt” der Streitverkündung ist, das durch ihre Zustellung die Verjährung der Forderung gegen­über dem Streitverkündeten gehemmt ist, § 204 Abs. 1 Nr. 6 BGB.

Verjährungshemmung durch Streitverkündung

Soll durch die Zustellung einer Streitverkündung die Verjährung gehemmt wer­den, tritt die­se Wirkung, wie der Bundesgerichtshof jetzt ent­schie­den hat, auch dann bereits mit dem Eingang der Streitverkündungsschrift bei Gericht ein, wenn der Anspruch zum Zeitpunkt der dem­nächst erfolg­ten Zustellung noch nicht ver­jährt war.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 17. Dezember 2009 – IX ZR 4/​08