Ver­rech­nung mit nicht fäl­li­gen Dar­lehns­for­de­run­gen vor der Insol­venz

Ver­rech­net eine Bank für den Kun­den ein­ge­hen­de Zah­lun­gen mit ihrem noch nicht fäl­li­gen Anspruch auf Dar­le­hens­rück­zah­lung, ist die dadurch erlang­te Befrie­di­gung nicht inkon­gru­ent, wenn die Ver­rech­nung mit dem Kun­den ver­ein­bart war.

Ver­rech­nung mit nicht fäl­li­gen Dar­lehns­for­de­run­gen vor der Insol­venz

Mit die­ser kur­zen Begrün­dung bestä­tig­te der Bun­des­ge­richts­hof jetzt ein Urteil des Ober­lan­des­ge­richts Hamm 1, mit dem die Anfech­tungs­kla­ge des Insol­venz­ver­wal­ters des Bank­kun­den abge­wie­sen wur­de.

In die­sem vom BGH ent­schie­de­nen Fall hat­te die Ver­ein­ba­rung zwi­schen der Bank und ihrem Kun­den eine Redu­zie­rung der Kre­dit­li­nie auf Null gegen Frei­ga­be der zur Sicher­heit bestell­ten Grund­schuld zum Inhalt. Die­se Ver­ein­ba­rung begrün­de­te mög­li­cher­wei­se kei­nen selb­stän­dig durch­setz­ba­ren Anspruch der beklag­ten Bank auf Rück­zah­lung des Kre­dits, wohl aber das Recht der Bank, im Fal­le der von der Schuld­ne­rin zur Durch­füh­rung der Ver­ein­ba­rung ver­an­lass­ten Zah­lungs­ein­gän­ge eine Ver­rech­nung mit den Kre­dit­ver­bind­lich­kei­ten der Schuld­ne­rin vor­zu­neh­men. Indem die Beklag­te von die­sem Recht Gebrauch mach­te, han­del­te sie ver­ein­ba­rungs­ge­mäß, mit­hin kon­gru­ent.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Febru­ar 2010 – IX ZR 42/​08

  1. OLG Hamm, Urteil vom 07.022008 – 27 U 41/​07[]