Ver­ur­tei­lung zur Aus­kunft – Streit­wert und die Beschwer

Bei einer Ver­ur­tei­lung zur Abga­be einer Wil­lens­er­klä­rung ist das wirt­schaft­li­che Inter­es­se an dem Nicht­ein­tritt der mit der Erklä­rung ver­bun­de­nen Fol­gen maß­geb­lich und nach § 3 ZPO zu schät­zen 1.

Ver­ur­tei­lung zur Aus­kunft – Streit­wert und die Beschwer

Ledig­lich mit­tel­ba­re wirt­schaft­li­che Fol­gen sind bei der Streit­wert­be­mes­sung und auch bei der Bemes­sung der Beschwer nicht zu berück­sich­ti­gen 2.

Für das Rechts­mit­tel des im Rah­men einer Stu­fen­kla­ge zur Aus­kunft ver­ur­teil­ten Beklag­ten ist in der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs aner­kannt, dass des­sen Inter­es­se, die Durch­set­zung des Haupt­an­spruchs zu ver­hin­dern, über den unmit­tel­ba­ren Gegen­stand der Ent­schei­dung hin­aus­geht und des­halb bei der Fest­set­zung des Beschwer­de­werts außer Betracht zu blei­ben hat 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 17. Janu­ar 2017 – II ZR 223/​15

  1. BGH, Beschluss vom 10.11.2011 – V ZR 247/​10, Grund­ei­gen­tum 2012, 558 Rn. 2
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 06.11.2011 – V ZR 11/​14, Grund­ei­gen­tum 2015, 252 Rn. 4
  3. st. Rspr. BGH, Beschluss vom 24.11.1994 GSZ 1/​94, BGHZ 128, 85, 89