Ver­wer­fung der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und die Gegen­vor­stel­lung

Soweit sich eine Pro­zess­par­tei gegen die Ver­wer­fung der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de als unzu­läs­sig wen­det, ist eine Gegen­vor­stel­lung gegen die­sen Beschluss im Hin­blick auf die Rege­lung in § 544 Abs. 5 Satz 3 ZPO nicht statt­haft 1.

Ver­wer­fung der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und die Gegen­vor­stel­lung

Nach die­ser Vor­schrift wird das ange­grif­fe­ne Beru­fungs­ur­teil mit der Ableh­nung der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de durch das Revi­si­ons­ge­richt rechts­kräf­tig. Neben der gesetz­lich sta­tu­ier­ten Anhö­rungs­rü­ge (§ 321a ZPO) ist eine in der Zivil­pro­zess­ord­nung nicht vor­ge­se­he­ne Durch­bre­chung der Rechts­kraft im Wege einer Gegen­vor­stel­lung nicht zuläs­sig 1.

Außer­dem war die Gegen­vor­stel­lung im vor­lie­gen­den Fall inso­weit auch des­halb unzu­läs­sig, weil sie nicht durch einen beim Bun­des­ge­richts­hof zuge­las­se­nen Rechts­an­walt ein­ge­legt wor­den ist. Im Ver­fah­ren der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de besteht Anwalts­zwang (§ 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO); dies gilt auch für eine in die­sem Ver­fah­ren erho­be­ne Gegen­vor­stel­lung 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 20. Febru­ar 2019 – VII ZR 158/​18

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 22.10.2015 – VI ZR 25/​14 Rn. 1[][]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 14.12 2017 – I ZR 195/​15 Rn. 3[]