Die Lizenz einer insol­ven­ten Spiel­bank

Im Fal­le der Insol­venz einer Spiel­bank gehört die erteil­te Geneh­mi­gung zum Betrieb einer öffent­li­chen Spiel­bank nicht zur Insol­venz­mas­se. Bei Insol­venz einer Spiel­bank ist die zustän­di­ge Behör­de viel­mehr berech­tigt und befugt, die Zulas­sung zum Betrieb einer öffent­li­chen Spiel­bank zu wider­ru­fen.

Die Lizenz einer insol­ven­ten Spiel­bank

So die Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Mag­de­burg in dem hier vor­lie­gen­den Fall der Insol­venz der Spiel­ban­ken Sach­sen-Anhalt GmbH. Der Insol­venz­ver­wal­ter über das Ver­mö­gen der Spiel­ban­ken Sach­sen-Anhalt GmbH hat einen Eil­an­trag und eine Kla­ge erho­ben gegen den Wider­ruf der Zulas­sung zum Betrieb einer öffent­li­chen Spiel­bank in Mag­de­burg und Hal­le sowie einer unselb­stän­di­gen Zweig­stel­le der Spiel­bank­hal­le in Wer­ni­ge­ro­de, der durch den Bescheid des Minis­te­ri­ums für Inne­res und Sport des Lan­des Sach­sen-Anhalt vom 20.1.2012 aus­ge­spro­chen wur­de.

In einem wei­te­ren Kla­ge­ver­fah­ren hat die Spiel­ban­ken Sach­sen-Anhalt GmbH eben­falls gegen den Wider­ruf der vor­ge­nann­ten Geneh­mi­gun­gen Kla­ge erho­ben.

Nach Auf­fas­sung des Ver­wal­tungs­ge­richts Mag­de­burg ist die Zuge­hö­rig­keit der erteil­ten Geneh­mi­gun­gen zur Insol­venz­mas­se zu ver­nei­nen. Aus die­sem Grun­de ist auch die Kla­ge des Insol­venz­ver­wal­ters abge­wie­sen sowie der Antrag auf einst­wei­li­gen Rechts­schutz des Insol­venz­ver­wal­ters abge­lehnt wor­den.

In dem Kla­ge­ver­fah­ren der Spiel­ban­ken Sach­sen-Anhalt GmbH ist die Kla­ge von dem Gericht für zuläs­sig erach­tet, aber als unbe­grün­det abge­wie­sen wor­den. Das Ver­wal­tungs­ge­richt ver­trat die Auf­fas­sung, dass hier das beklag­te Minis­te­ri­um im Janu­ar 2012 zum Erlass der streit­be­fan­ge­nen Wider­rufs­ver­fü­gung berech­tigt gewe­sen ist und auf­grund der wirt­schaft­li­chen Situa­ti­on die Befug­nis des beklag­ten Minis­te­ri­ums zum Wider­ruf der Zulas­sun­gen gege­ben war.

Ver­wal­tungs­ge­richt Mag­de­burg, Urtei­le und Beschluss vom 10. Mai 2012 – 3 A 53/​12 MD, 3 B 82/​12 MD und 3 A 57/​12 MD