Die Zah­lung des Schuld­ners auf ein debi­to­ri­sche Giro­kon­to des Gläu­bi­gers – und die Insol­venz­an­fech­tung

Die Zah­lung eines Schuld­ners auf ein debi­to­risch geführ­tes Giro­kon­to sei­nes Gläu­bi­gers ist in der Insol­venz des Schuld­ners nur dann als – mit­tel­ba­re – unent­gelt­li­che Leis­tung gegen­über der Bank anfecht­bar, wenn der Wil­le des Schuld­ners erkenn­bar dar­auf gerich­tet ist, die Zah­lung im End­ergeb­nis der Bank zur Til­gung ihrer For­de­rung gegen den Kon­to­in­ha­ber zuzu­wen­den 1.

Die Zah­lung des Schuld­ners auf ein debi­to­ri­sche Giro­kon­to des Gläu­bi­gers – und die Insol­venz­an­fech­tung

Dass der Schuld­ner in Kennt­nis der Kon­to­über­zie­hung zahlt, genügt hier­für nicht.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Juli 2015 – IX ZR 207/​13

  1. vgl. BGH, Urteil vom 19.03.1998 – IX ZR 22/​97, NJW 1998, 2592, 2599 unter VI.1, inso­weit in BGHZ 138, 291, nicht abge­druckt; vom 09.10.2008 – IX ZR 59/​07, WM 2008, 2178 Rn.20 ff[]