Fest­stel­lung zur Insol­venz­ta­bel­le – und der Streit­wert

Nach § 182 InsO bestimmt sich der Wert des Streit­ge­gen­stan­des einer gemäß § 180 InsO erho­be­nen Kla­ge auf Fest­stel­lung einer For­de­rung, deren Bestand vom Insol­venz­ver­wal­ter bestrit­ten wird, zur Insol­venz­ta­bel­le nach dem Betrag, der bei der Ver­tei­lung der Insol­venz­mas­se für die For­de­rung zu erwar­ten ist.

Fest­stel­lung zur Insol­venz­ta­bel­le – und der Streit­wert

Die­se Rege­lung gilt sowohl für den Gebüh­ren- als auch für den Zustän­dig­keits- und Rechts­mit­tel­streit­wert, mit­hin auch für die Ermitt­lung des Werts der mit der Revi­si­on gel­tend zu machen­den Beschwer [1].

Die even­tu­ell in einem Rest­schuld­be­frei­ungs­ver­fah­ren von einem Treu­hän­der wäh­rend der Wohl­ver­hal­tens­pe­ri­ode erreich­ba­re wei­te­re Aus­schüt­tung bleibt außer Betracht, weil nach § 182 InsO sich der Wert nach dem Betrag bestimmt, der bei der Ver­tei­lung der Insol­venz­mas­se für die For­de­rung zu erwar­ten ist [2].

Es obliegt grund­sätz­lich dem Beschwer­de­füh­rer, dar­zu­le­gen und glaub­haft zu machen, dass er mit der beab­sich­tig­ten Revi­si­on die Abän­de­rung des Beru­fungs­ur­teils in einem Umfang erstre­ben will, der die Wert­gren­ze von 20.000 € über­steigt [3].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 21. Janu­ar 2016 – IX ZA 32/​15

  1. BGH, Beschluss vom 25.02.2014 – II ZR 156/​13, NZI 2014, 357 Rn. 4[]
  2. Uhlenbruck/​Sinz, InsO, 14. Aufl., § 182 Rn. 12[]
  3. BGH, Beschluss vom 25.02.2014 – II ZR 156/​13, NZI 2014, 357 Rn. 7[]