Insol­venz­geld – und der For­de­rungs­über­gang auf die Bun­des­agen­tur für Arbeit

Mit der Antrag­stel­lung auf Insol­venz­geld geht gem. § 169 Satz 1 SGB III die Brut­to­for­de­rung – und nicht nur die Net­to­for­de­rung – des Arbeit­neh­mers gegen den Arbeit­ge­ber auf die Bun­des­agen­tur für Arbeit über 1.

Insol­venz­geld – und der For­de­rungs­über­gang auf die Bun­des­agen­tur für Arbeit

Anders als die Rege­lung des §§ 115 SGB X, wonach der Arbeits­ent­gelt­an­spruch (nur) "bis zur Höhe der erbrach­ten Sozi­al­leis­tun­gen" über­geht, sieht § 169 SGB III einen beschränk­ten For­de­rungs­über­gang nicht vor.

Lan­des­ar­beits­ge­richt Baden ‑Würt­tem­berg, Urteil vom 29. Janu­ar 2014 – 2 Sa 39/​13

  1. BAG 11.02.1998 – 5 AZR 159/​97, AP Nr.19 zu § 611 BGB Lohn­an­spruch; BSG 20.06.2001 – B 11 AL 97/​00 R; EK/­Mül­ler-Glö­ge 13. Aufl. Insol­venz­geld Rn. 56; Kom­men­tar zum Sozi­al­recht-Mutsch­ler 3. Aufl. § 169 SGB III Rn. 2; Brand/​Kühl SGB III 6. Aufl. § 169 Rn. 4; LPK-SGB III (Schön/​Kruse) § 187 Rn. 8; aA: BAG 20.06.2002 – 8 AZR 459/​01, AP Nr. 10 zu § 113 InsO Rn. 24 [ohne nähe­re Begrün­dung]; Gagel SGB III/­Pe­ters-Lan­ge § 169 Rn. 8 ff.[]

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