Insol­venz­ver­wal­ter­ver­gü­tung – und die frü­he­re Tätig­keit als vor­läu­fi­ger Insol­venz­ver­wal­ter

Die Ein­schal­tung eines exter­nen Dienst­leis­ters bei der Ver­wer­tung der Insol­venz­mas­se kann einen Abschlag von der Ver­gü­tung des Insol­venz­ver­wal­ters recht­fer­ti­gen.

Insol­venz­ver­wal­ter­ver­gü­tung – und die frü­he­re Tätig­keit als vor­läu­fi­ger Insol­venz­ver­wal­ter

Zwar ent­hält die vom Insol­venz­ge­richt her­an­ge­zo­ge­ne Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs 1 wie die Rechts­be­schwer­de zutref­fend rügt kei­ne Aus­sa­ge zur Fra­ge, inwie­weit eine fort­ge­schrit­te­ne Mas­se­ver­wer­tung einen Abschlag recht­fer­tigt. Jedoch han­delt es sich bei der Ver­wer­tung um eine Regel­auf­ga­be des Ver­wal­ters 2.

Beauf­tragt der Insol­venz­ver­wal­ter für die Ver­wer­tung einen exter­nen Dienst­leis­ter auf Kos­ten der Mas­se, kann dies zu einer erheb­li­chen Arbeits­er­spar­nis bei einer Regel­auf­ga­be füh­ren und somit einen Abschlag recht­fer­ti­gen.

Die Bemes­sung des Abschlags im Ein­zel­fall ist Sache der tatrich­ter­li­chen Bewer­tung.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 12. Sep­tem­ber 2019 – IX ZB 2/​19

  1. Beschluss vom 16.10.2008 – IX ZB 247/​06, NZI 2009, 57[]
  2. BGH, Beschluss vom 21.09.2017 – IX ZB 84/​16, NZI 2017, 991 Rn. 18[]