Nicht­ab­füh­rung von Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen – und die ver­mu­te­te Zah­lungs­ein­stel­lung

Allein aus der Nicht­ab­füh­rung von Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen kann nicht erst dann auf eine Zah­lungs­ein­stel­lung geschlos­sen wer­den, wenn der Bei­trags­rück­stand min­des­tens sechs Mona­te beträgt [1].

Nicht­ab­füh­rung von Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen – und die ver­mu­te­te Zah­lungs­ein­stel­lung

Aus­rei­chend kann dem­ge­gen­über schon ein mehr­mo­na­ti­ger Bei­trags­rück­stand sein [2].

Ein Zah­lungs­rück­stand von zwei bis drei Mona­ten allein kann jedoch nicht als aus­rei­chend ange­se­hen wer­den.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 5. Febru­ar 2015 – IX ZR 79/​13

  1. so aber OLG Ham­burg, Beschluss vom 14.03.2013 – 1 U 196/​12[]
  2. BGH, Urteil vom 20.11.2001 – IX ZR 48/​01, BGHZ 149, 178, 187; Beschluss vom 13.06.2006 – IX ZB 238/​05, WM 2006, 1631 Rn. 6; Urteil vom 07.11.2013 – IX ZR 49/​13, WM 2013, 2272 Rn. 13[]