Vor­läu­fi­ge Insol­venz­ver­wal­tung – und die Ver­fah­rens­un­ter­bre­chung

Ein Ver­fah­ren wird nicht durch die Anord­nung der vor­läu­fi­gen Ver­wal­tung des Ver­mö­gens der Schuld­ne­rin und die Bestel­lung eines vor­läu­fi­gen Insol­venz­ver­wal­ters mit Zustim­mungs­vor­be­halt durch das Insol­venz­ge­richt gemäß § 240 ZPO unter­bro­chen wor­den.

Vor­läu­fi­ge Insol­venz­ver­wal­tung – und die Ver­fah­rens­un­ter­bre­chung

Die Unter­bre­chungs­wir­kung des § 240 ZPO tritt nicht ein, wenn dem Schuld­ner kein all­ge­mei­nes Ver­fü­gungs­ver­bot, son­dern nur ein Zustim­mungs­vor­be­halt im Sin­ne von § 21 Abs. 2 Nr. 2 InsO auf­er­legt wird und die Ver­wal­tungs- und Ver­fü­gungs­be­fug­nis über sein Ver­mö­gen des­halb nicht gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 InsO auf den vor­läu­fi­gen Insol­venz­ver­wal­ter über­geht 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. Janu­ar 2016 – I ZB 110/​14

  1. BGH, Urteil vom 21.06.1999 – II ZR 70/​98, NJW 1999, 2822[]