Vor­pfän­dung – und die Monats­frist

Die auf Ver­an­las­sung der Gläu­bi­ge­rin den Käu­fern zuge­stell­te Vor­pfän­dung kann die Wir­kung eines Arrests gemäß § 845 Abs. 2 ZPO i.V.m. § 930 Abs. 1 ZPO nicht ent­fal­ten, wenn die anschlie­ßen­de Pfän­dung nicht inner­halb eines Monats bewirkt wird.

Vor­pfän­dung – und die Monats­frist

Die Vor­pfän­dung wirkt wie eine Beschlag­nah­me der betrof­fe­nen For­de­rung [1] und begrün­det den Rang des Pfän­dungs­pfand­rechts, das durch eine Pfän­dung inner­halb eines Monats seit Zustel­lung des vor­läu­fi­gen Zah­lungs­ver­bots ent­steht (§ 845 Abs. 2 i.V.m. §§ 804, 930 Abs. 1 ZPO; BGH, Urteil vom 08.05.2001 – IX ZR 9/​99, NJW 2001, 2976; Beschluss vom 10.11.2011 – VII ZB 55/​10, MDR 2012, 54 Rn. 9).

Wird die Pfän­dung der Kauf­preis­for­de­rung erst nach Ablauf der Monats­frist bewirkt, hat die Vor­pfän­dung ihre Wir­kung ver­lo­ren.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Juni 2016 – V ZB 37/​15

  1. BGH, Urteil vom 30.03.1983 – VIII ZR 7/​82, BGHZ 87, 166, 168[]