War­um Mie­ter ihre Rech­te und Pflich­ten kenn soll­ten

Als Mie­ter oder Mie­te­rin ist man oft­mals nicht wirk­lich im Kla­ren dar­über, wel­che Rech­te und Pflich­ten gel­ten. Beson­ders wenn es zu einer Situa­ti­on kommt, in der Sie sich nicht wohl­füh­len, soll­ten Sie Ihre Rech­te ken­nen. So zum Bei­spiel der Wunsch des Ver­mie­ters in Ihre Woh­nung ein­zu­tre­ten. Wann ist dies gestat­tet und wann dür­fen Sie den Zutritt ver­wei­gern?

War­um Mie­ter ihre Rech­te und Pflich­ten kenn soll­ten

Die wich­tigs­ten Fra­gen sol­len im Fol­gen­den beant­wor­tet wer­den:

Warum Mieter ihre Rechte und Pflichten kenn sollten

Mei­ne Rech­te als Mie­ter – Rechts­sprü­che und Wis­sens­wer­tes

Rau­chen: Das Rau­chen ist in der Woh­nung gestat­tet. Mie­ter dür­fen in der Woh­nung so viel rau­chen wie sie möch­ten, solan­ge dies nicht schrift­lich im Miet­ver­trag unter­sagt ist. Ein­zug, wenn eine "Über­schrei­tung des ver­trags­ge­mä­ßen Gebrauchs" ein­tritt, kann der Mie­ter für die Fol­ge­schä­den des Rau­chens zu Scha­dens­er­satz ver­klagt wer­den. Hier­bei muss jedoch schon eine Ver­fär­bung der Wän­de zustan­de kom­men, die nicht mehr durch das Über­strei­chen zu ent­fer­nen ist.

Schnee­räu­men: Die Pflicht des Schnee­räu­mens und Salz­streu­ens darf in den Miet­ver­trag auf­ge­nom­men wer­den. Kommt es zu einem Unfall, der auf eine nicht geräum­te Stra­ße zurück­zu­füh­ren ist, kann der zustän­di­ge Mie­ter haft­bar gemacht wer­den.

Strei­chen bei Aus­zug: Dass die Woh­nung bei Aus­zug gestri­chen wer­den muss, ist für die meis­ten Mie­ter gang und gäbe. Doch die Woh­nung muss nur dann bei Aus­zug gestri­chen wer­den, wenn sie bei Bezug frisch gestri­chen war. Bezie­hen Sie also eine nicht gestri­che­ne Woh­nung, dür­fen Sie auch ohne Ver­rich­tung die­ser Arbeit aus­zie­hen.

Miet­vor­aus­zah­lun­gen: Bei Miet­vor­aus­zah­lun­gen wird meist eine Frist in Werk­ta­gen ange­ge­ben. Der Sams­tag ist hier­bei nicht als Werk­tag zu zäh­len, da im Regel­fall an die­sem Tag in kei­ner Bank gear­bei­tet wird. So kann das Geld an die­sem Tag auch nicht auf das Kon­to des Ver­mie­ters über­wie­sen wer­den.

Gril­len auf dem Bal­kon oder im Gar­ten: Das Gril­len darf vom Ver­mie­ter ver­bo­ten wer­den. Hält sich der Mie­ter nicht an die­se Regel, kann eine Abmah­nung oder bei Nicht­be­ach­ten eine frist­lo­se Kün­di­gung erfol­gen.

Schlüs­sel­ver­lust – Was ist zu beach­ten?

Beson­ders in einer Gemein­schafts­wohn­an­la­ge ist die Fra­ge nach den Kos­ten für den Schlüs­sel­dienst schon vor­ab zu klä­ren. Oft­mals kann der Ver­lust des Schlüs­sels dazu füh­ren, dass die Schließ­an­la­ge für die Haupt­ein­gangs­tür und die der eige­nen Woh­nung aus­ge­tauscht wer­den muss. Dies ver­ur­sacht hohe Kos­ten. Zunächst ein­mal ist klar, dass ein Schlüs­sel­dienst in solch einer Situa­ti­on geru­fen wer­den muss. Doch hier­bei ist es wich­tig, dass Sie auf die Wahl des Schlüs­sel­diens­tes ach­ten. In eini­gen Ver­trä­gen ist bereits ein Ser­vice hin­ter­legt, der in einer sol­chen Situa­ti­on benach­rich­tigt wer­den muss.

Jedoch haben Mie­ter auch hier ein Mit­spra­che­recht. Sobald der Schlüs­sel­dienst, wel­cher im Ver­trag ver­merkt ist, ein Miss­ver­hält­nis aus Gegen­leis­tung und Kos­ten ent­ste­hen lässt, muss nicht zwangs­läu­fig gezahlt wer­den.