Was­ser im Geträn­ke­la­ger

Eine Ver­mie­te­rin von Gewer­be­räu­men ist dem Mie­ter zur Rück­zah­lung von unter Vor­be­halt gezahl­ter Mie­te ver­pflich­tet, wenn es in den ange­mie­te­ten Lager­hal­len zu regel­mä­ßi­gen Was­ser­ein­brü­chen gekom­men ist.

Was­ser im Geträn­ke­la­ger

In einem jetzt vom Land­ge­richt Coburg ent­schie­de­nen Rechts­streit mie­te­te der Klä­ger bei der Beklag­ten Gewer­be­räu­me. In die­sen betrieb er einen Geträn­ke­han­del. Seit Dezem­ber 2002 zahl­te der Klä­ger wegen Man­gel­haf­tig­keit des Miet­ob­jekts die Mie­te nur noch unter Vor­be­halt. Der kla­gen­de Mie­ter woll­te wegen regel­mä­ßi­ger Was­ser­ein­brü­che in den ange­mie­te­ten Lager­hal­len die Mie­te vom 01.01.2004 bis 30.06.2006 um 25 % min­dern und for­der­te die­ses Geld von der Ver­mie­te­rin zurück. Die Ver­mie­te­rin wei­ger­te sich. Sie hielt die Ansprü­che für ver­jährt und ver­wirkt.

Das Land­ge­richt Coburg gab jetzt dem Klä­ger Recht und ver­ur­teil­te die Ver­mie­te­rin, die gefor­der­te Sum­me in Höhe von rund 20.000 € zurück­zu­zah­len. Das Land­ge­richt stell­te fest, dass es in der Zeit vom 01.01.2004 bis zum 30.06.2006 nach Regen­fäl­len immer wie­der zum Ein­tritt von Was­ser in die ver­mie­te­ten Lager­räu­me kam. Auf­grund des Umfangs der Was­ser­ein­trit­te hielt das Gericht eine Miet­min­de­rung von 25 % für ange­mes­sen. Eine Ver­jäh­rung des Rück­zah­lungs­an­spruchs ver­nein­te das Gericht. Auf Ver­wir­kung konn­te sich die Ver­mie­te­rin nicht beru­fen, da der Mie­ter seit 2002 nur noch unter Vor­be­halt gezahlt hat­te. Daher muss­te die beklag­te Ver­mie­te­rin an den kla­gen­den Mie­ter 25 % der unter Vor­be­halt geleis­te­ten Mie­te zurück­zah­len.

Land­ge­richt Coburg, Urteil vom 23. Juni 2009 – 23 O 416/​08