Wer Elek­tro­fahr­zeu­ge ohne Bat­te­rien durch­set­zen will…

Da die Fra­ge, ob bat­te­rie­be­trie­be­ne Elek­tro­fahr­zeu­ge gene­rell gebaut und ver­kauft wer­den dürf­ten, alle Auto­her­stel­ler betrifft, ist der Geset­zes- und Ver­ord­nungs­ge­ber zustän­dig. Ein ein­zel­ner Bür­ger kann den Bau nicht ver­bie­ten las­sen.

Wer Elek­tro­fahr­zeu­ge ohne Bat­te­rien durch­set­zen will…

So hat das Ober­lan­des­ge­richt Braun­schweig in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Eil­an­trags ent­schie­den und die Beschwer­de des Antrag­stel­lers gegen eine gleich­lau­ten­de Ent­schei­dung des Land­ge­richts Braun­schweig für unzu­läs­sig erklärt. Mit der einst­wei­li­gen Ver­fü­gung begehr­te der Antrag­stel­ler, der Volks­wa­gen AG zu ver­bie­ten, Elek­tro­au­tos mit Bat­te­rien als Ener­gie­spei­cher zu bau­en. Denn nach sei­ner Mei­nung droh­ten durch die Bat­te­rie­her­stel­lung gro­ße Kli­ma- und Gesund­heits­schä­den. Alter­na­tiv sol­le die benö­tig­te Ener­gie im Auto durch was­ser­stoff­be­trie­be­ne Gene­ra­to­ren erzeugt wer­den.

Nach­dem das Land­ge­richt Braun­schweig sei­nen Antrag zurück­ge­wie­sen hat­te, hat der Antrag­stel­ler sein Ziel mit der Beschwer­de wei­ter ver­folgt.

Vom Ober­lan­des­ge­richt Braun­schweig ist die Beschwer­de als unzu­läs­sig ver­wor­fen wor­den, da die Beschwer­de ohne Rechts­an­walt ein­ge­legt wor­den sei.
Außer­dem ste­he nach Mei­nung des Ober­lan­des­ge­richts Braun­schweig dem Antrag­stel­ler auch kei­ne Pro­zess­kos­ten­hil­fe zu: Dabei sei nicht ent­schei­dend, ob sei­ne tech­ni­schen und poli­ti­schen Aus­füh­run­gen zutref­fend sei­en. Viel­mehr kön­ne der Antrag­stel­ler durch eine zivil­pro­zes­sua­le Maß­nah­me nicht bestim­men, ob bat­te­rie­be­trie­be­ne Elek­tro­fahr­zeu­ge gene­rell gebaut und ver­kauft wer­den dürf­ten oder nicht. Denn das beträ­fe im Ergeb­nis alle Auto­her­stel­ler und fal­le damit in die Zustän­dig­keit des Gesetz- und Ver­ord­nungs­ge­bers.

Dage­gen wand­te sich der Antrag­stel­ler mit einem wei­te­ren Pro­zess­kos­ten­hil­fe­an­trag, den der Bun­des­ge­richts­hof [1] inzwi­schen mit Beschluss vom 18. Juni 2020 zurück­ge­wie­sen hat.

Ober­lan­des­ge­richt Braun­schweig, Beschluss vom 13. März 2020 – 9 W 13/​19

  1. BGH, Beschluss vom 18.06.2020 – I ZA 5/​20[]