Wider­ruf eines Dar­le­hens­ver­tra­ges – und der Streit­wert der nega­ti­ven Fest­stel­lungs­kla­ge des Dar­le­hens­neh­mers

Der Wert der Fest­stel­lung, dass die Dar­le­hens­neh­mer der Beklag­ten ab dem Zeit­punkt des Wider­rufs auf das streit­ge­gen­ständ­li­che Dar­le­hen kei­ne Zins- und Til­gungs­leis­tun­gen zu leis­ten haben, rich­tet sich nach der Haupt­for­de­rung, die die Dar­le­hens­neh­mer gemäß § 357 Abs. 1 Satz 1 BGB in der bis zum 12.06.2014 gel­ten­den Fas­sung in Ver­bin­dung mit §§ 346 ff. BGB bean­spru­chen zu kön­nen mei­nen 1.

Wider­ruf eines Dar­le­hens­ver­tra­ges – und der Streit­wert der nega­ti­ven Fest­stel­lungs­kla­ge des Dar­le­hens­neh­mers

Glei­ches gilt für die im Hin­blick auf das Kla­ge­ziel ver­gleich­ba­re Fest­stel­lung der infol­ge des (wirk­sa­men) Wider­rufs erfolg­ten Umwand­lung des Dar­le­hens­ver­hält­nis­ses in ein Rück­ge­währ­schuld­ver­hält­nis.

Dane­ben hat die nega­ti­ve Fest­stel­lung, dass die Dar­le­hens­neh­mer der Bank nicht mehr als den von ihnen auf­grund des Rück­ge­währ­schuld­ver­hält­nis­ses errech­ne­ten Sal­do schul­den, kei­nen eigen­stän­di­gen, dar­über hin­aus­ge­hen­den Wert 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 4. Dezem­ber 2018 – XI ZR 196/​18

  1. BGH, Beschlüs­se vom 12.01.2016 – XI ZR 366/​15, WM 2016, 454 Rn. 6 ff.; vom 04.03.2016 – XI ZR 39/​15, BKR 2016, 204 Rn. 2; und vom 10.07.2018 – XI ZR 613/​17 2[]
  2. BGH, Beschlüs­se vom 04.03.2016 aaO Rn. 3; und vom 10.07.2018 aaO Rn. 4[]