Wider­sprü­che zwi­schen einem Pri­vat­gut­ach­ter und dem gericht­li­chem Sach­ver­stän­di­gen

Das Gericht ist nicht ver­pflich­tet, den Pri­vat­gut­ach­ter zur Erör­te­rung zu laden und dem gericht­li­chen Sach­ver­stän­di­gen gegen­über­zu­stel­len. Es reicht aus, dass es Wider­sprü­che in den fach­li­chen Äuße­run­gen durch Ein­ho­lung einer schrift­li­chen Stel­lung­nah­me des gericht­li­chen Sach­ver­stän­di­gen auf­klärt.

Wider­sprü­che zwi­schen einem Pri­vat­gut­ach­ter und dem gericht­li­chem Sach­ver­stän­di­gen

Da der gericht­li­che Sach­ver­stän­di­ge die ein­zel­nen Punk­te des Pri­vat­gut­ach­tens nach­voll­zieh­bar und schlüs­sig beant­wor­tet hat, war das Land­ge­richt nicht gehal­ten, auf die Unter­schie­de in den Auf­fas­sun­gen aus­führ­li­cher als gesche­hen ein­zu­ge­hen.

Da sich aus den erläu­tern­den Aus­füh­run­gen des gericht­li­chen Sach­ver­stän­di­gen im Ergän­zungs­gut­ach­ten eine ein­leuch­ten­de und logisch nach­voll­zieh­ba­re Begrün­dung ergibt, durf­te das Land­ge­richt die­ser den Vor­zug geben.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 30. Sep­tem­ber 2014 – VI ZR 67/​14