Wie­der­ein­set­zungs­an­trag – und der erfor­der­li­che Vor­trag

Der Antrag auf Wie­der­ein­set­zung muss die Anga­be der die Wie­der­ein­set­zung begrün­den­den Tat­sa­chen ent­hal­ten (§ 236 Abs. 2 ZPO). Hier­zu gehört eine aus sich her­aus ver­ständ­li­che, geschlos­se­ne Schil­de­rung der tat­säch­li­chen Abläu­fe, aus der sich ergibt, auf wel­chen kon­kre­ten Umstän­den das Frist­ver­säum­nis beruht, und auf wel­che Wei­se und durch wes­sen Ver­schul­den es zur Ver­säu­mung der Frist gekom­men ist1.

Wie­der­ein­set­zungs­an­trag – und der erfor­der­li­che Vor­trag

Legt der Pro­zess­be­voll­mäch­tig­te die Umstän­de, wel­che noch inner­halb der Wie­der­ein­set­zungs­frist voll­stän­dig hät­ten vor­ge­tra­gen wer­den müs­sen, erst mit einem wei­te­rem Schrift­satz nach Ablauf der Wie­der­ein­set­zungs­frist dar, lag inner­halb der Wie­der­ein­set­zungs­frist die erfor­der­li­che geschlos­se­ne Dar­stel­lung der tat­säch­li­chen Abläu­fe, die die Umstän­de des Ver­säum­nis­ses voll­stän­dig erklär­te und dem Gericht eine Ent­schei­dung über die Wie­der­ein­set­zung aus sich her­aus ermög­lich­te, nicht vor.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Novem­ber 2015 – XII ZB 257/​15

  1. vgl. BGH Beschlüs­se vom 10.01.2013 – I ZB 76/​11AnwBl 2013, 233 Rn. 7; und vom 03.07.2008 – IX ZB 169/​07 , NJW 2008, 3501 Rn. 15 mwN