Woh­nungs­ei­gen­tum, Zwangs­ver­stei­ge­rung und Son­der­um­la­ge

Ein Woh­nungs­ei­gen­tü­mer, der sei­ne Eigen­tums­woh­nung gemäß § 90 ZVG in einer Zwangs­ver­stei­ge­rung erwor­ben hat, ist auch dann zur Zah­lung der nach dem Eigen­tums­er­werb fäl­lig gewor­de­nen Raten einer Son­der­um­la­ge ver­pflich­tet, wenn die Son­der­um­la­ge bereits vor dem Eigen­tums­er­werb beschlos­sen wor­den ist. § 56 S. 2 ZVG, wonach der Erste­her von dem Zuschlag an die Las­ten der im Wege der Zwangs­ver­stei­ge­rung erwor­be­nen Eigen­tums­woh­nung trägt, steht der Zah­lungs­pflicht nicht ent­ge­gen. Ein sol­cher Beschluss der Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft ist nicht nich­tig und er belas­tet den Erwer­ber in der Regel auch nicht unbil­lig.

Woh­nungs­ei­gen­tum, Zwangs­ver­stei­ge­rung und Son­der­um­la­ge

Land­ge­richt Saar­brü­cken, Urteil vom 27.5.2009 – 5 S 26/​08