Zuläs­sig­keit eines Zwi­schen­ur­teil über den Grund

Ein Zwi­schen­ur­teil über den Grund gemäß § 304 ZPO darf nur erge­hen, wenn ein Anspruch nach Grund und Höhe strei­tig ist, alle Fra­gen, die zum Grund des Anspruchs gehö­ren, erle­digt sind und wenn nach dem Sach- und Streit­stand der Anspruch mit hoher Wahr­schein­lich­keit in irgend­ei­ner Höhe besteht.

Zuläs­sig­keit eines Zwi­schen­ur­teil über den Grund

Die­se Vor­aus­set­zun­gen sind nicht erfüllt, wenn die Kla­ge­for­de­rung unschlüs­sig ist.

Das gilt auch dann, wenn der kla­gen­den Par­tei noch Gele­gen­heit zu ergän­zen­dem Sach­vor­trag gege­ben wird, weil die beklag­te Par­tei einen Anspruch auf Kla­ge­ab­wei­sung hat, wenn es der kla­gen­den Par­tei nicht gelingt, ihren Kla­ge­an­spruch mit aus­rei­chen­dem tat­säch­li­chen Vor­brin­gen zu unter­le­gen 1.

Dies trifft auch für die der­zeit noch feh­len­de Sub­stan­ti­ie­rung der Kla­ge­for­de­rung zu.

  1. BGH, Urteil vom 14.03.2008 – V ZR 13/​07, NJW-RR 2008, 1397 Rn. 10[]