Zwangs­mit­glied­schaft in einer Wer­be­ge­mein­schaft

Die for­mu­lar­mä­ßi­ge Ver­pflich­tung des Mie­ters in einem Ein­kaufs­zen­trum, einer Wer­be­ge­mein­schaft in Form einer GbR bei­zu­tre­ten, ver­stößt wegen des damit ver­bun­de­nen Haf­tungs­ri­si­kos des Mie­ters gegen § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB.

Zwangs­mit­glied­schaft in einer Wer­be­ge­mein­schaft

In einem For­mu­lar­miet­ver­trag muss die Höhe der Bei­trä­ge, die der Mie­ter in einem Ein­kaufs­zen­trum an eine Wer­be­ge­mein­schaft zu leis­ten hat, wegen der nach § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB erfor­der­li­chen Trans­pa­renz bestimm­bar sein; min­des­tens muss eine Höchst­gren­ze fest­ge­setzt sein, damit der Mie­ter die auf ihn zu kom­men­den Kos­ten kal­ku­lie­ren kann.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 12. Juli 2006 – XII ZR 39/​04