Zwangs­si­che­rungs­hy­po­thek – und die Voll­stre­ckungs­kos­ten

Die Höhe einer im Grund­buch ein­ge­tra­ge­nen Zwangs­si­che­rungs­hy­po­thek kann auch die Kos­ten einer frü­he­ren oder der lau­fen­den Voll­stre­ckung umfas­sen, ohne dass der Gläu­bi­ger die­se in einem geson­der­ten Titel zuvor fest­set­zen las­sen muss.

Zwangs­si­che­rungs­hy­po­thek – und die Voll­stre­ckungs­kos­ten

Gemäß § 788 Abs. 1 ZPO kön­nen die Kos­ten der Voll­stre­ckungs­maß­nah­me gleich­zei­tig mit der Haupt­for­de­rung bei­ge­trie­ben wer­den, ohne dass für sie ein voll­streck­ba­rer Titel vor­liegt. Das gilt auch für die Kos­ten frü­he­rer Voll­stre­ckungs­maß­nah­men [1].

Zwar kann der Gläu­bi­ger gem. § 788 Abs. 2 ZPO hier­von abwei­chend auch die Kos­ten der Zwangs­voll­stre­ckung fest­set­zen las­sen und sie dann aus dem Kos­ten­fest­set­zungs­be­schluss als geson­der­ten Voll­stre­ckungs­ti­tel gel­tend machen. Beschränkt hier­auf ist der Gläu­bi­ger jedoch nicht und er kann es viel­mehr bei der Bei­trei­bung i.S.d. § 788 Abs. 1 ZPO belas­sen [2].

Ober­lan­des­ge­richt Ros­tock, Beschluss vom 12. Dezem­ber 2014 – 3 W 18/​143 W 0018/​14

  1. Zöller/​Stöber, ZPO, 30. Aufl., § 788 Rn. 14[]
  2. Zöller/​Stöber, a.a.O., § 788 Rn. 18[]