Zwi­schen­fest­stel­lungs­kla­ge – und ihre Zuläs­sig­keit

Nach § 256 Abs. 2 ZPO kann ein Arbeit­neh­mer zugleich mit sei­nem Haupt­an­trag auf Fest­stel­lung eines die Ent­schei­dung bedin­gen­den, dh. vor­greif­li­chen Rechts­ver­hält­nis­ses kla­gen. Damit wird ein Begrün­dungs­ele­ment aus der Ent­schei­dung ver­selb­stän­digt und mit eige­ner Rechts­kraft ver­se­hen.

Zwi­schen­fest­stel­lungs­kla­ge – und ihre Zuläs­sig­keit

Grund hier­für ist des­sen Eig­nung, über den kon­kre­ten Gegen­stand hin­aus, der mit der Haupt­kla­ge ent­schie­den wird, Rechts­si­cher­heit und Rechts­klar­heit für mög­li­che Fol­ge­strei­tig­kei­ten her­zu­stel­len.

Eine Zwi­schen­fest­stel­lungs­kla­ge bedingt daher, dass die Fra­ge nach dem Bestand des ent­spre­chen­den Rechts­ver­hält­nis­ses not­wen­dig auch bei der Ent­schei­dung über den Haupt­an­trag beant­wor­tet wer­den muss und dar­über hin­aus auch für ande­re denk­ba­re Fol­ge­strei­tig­kei­ten Bedeu­tung haben kann 1.

Ein Zwi­schen­fest­stel­lungs­an­trag ist aller­dings dann unzu­läs­sig, wenn bereits durch die Ent­schei­dung über den Leis­tungs­an­trag die Rechts­be­zie­hung zwi­schen den Betei­lig­ten erschöp­fend geklärt wird 2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 18. Okto­ber 2017 – 10 AZR 330/​16

  1. BAG 21.10.2015 – 4 AZR 663/​14, Rn. 17 mwN; vgl. auch BGH 28.09.2006 – VII ZR 247/​05, Rn. 12, BGHZ 169, 153[]
  2. BAG 18.01.2017 – 7 ABR 60/​15, Rn.19 mwN[]