Lebens­mit­tel aus Paläs­ti­na – und die Her­kunfts­an­ga­be

Auf Lebens­mit­teln aus vom Staat Isra­el besetz­ten Gebie­ten muss, wie jetzt der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on ent­schie­de­nen hat, ihr Ursprungs­ge­biet und, wenn sie aus einer israe­li­schen Sied­lung in die­sem Gebiet kom­men, zusätz­lich die­se Her­kunft ange­ge­ben wer­den. In die­sem Urteil "Orga­ni­sa­ti­on jui­ve euro­péen­ne und Vigno­ble Psa­got" hat die Gro­ße Kam­mer des

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Das Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen der Euro­päi­schen Uni­on und Sin­ga­pur vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat eine der bei­den bei ihm anhän­gi­gen Ver­fas­sungs­be­schwer­den gegen die Zustim­mung des deut­schen Ver­tre­ters im Rat der Euro­päi­schen Uni­on zum Abschluss des Frei­han­dels­ab­kom­mens zwi­schen der Euro­päi­schen Uni­on und Sin­ga­pur (Free Tra­de Agree­ment bet­ween the European Uni­on and the Repu­blic of Sin­g­a­po­re – EUSFTA) als offen­sicht­lich unzu­läs­sig nicht zur

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Tei­le, Zube­hör – und der Zoll­ta­rif

Sofern der Zoll­ta­rif nichts ande­res bestimmt, gehö­ren auf der Ware fest ange­brach­te Eti­ket­ten oder ähn­li­che Kenn­zei­chen, die für die Funk­ti­on, den Gebrauch, die Wir­kung oder das Wesen der Ware selbst kei­ne Bedeu­tung haben, nicht zu deren für die zoll­recht­li­che Tari­fie­rung ent­schei­den­den objek­ti­ven Merk­ma­len und Eigen­schaf­ten. Stellt der Zoll­ta­rif dar­auf ab,

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Ziga­ret­ten­schmug­gel – über Rot­ter­dam

Die Ver­kür­zung der Ein­fuhr­ab­ga­ben bei der Ein­fuhr von Ziga­ret­ten über den Hafen Rot­ter­dam in das Zoll­ge­biet der Euro­päi­schen Uni­on stellt eine Steu­er­hin­ter­zie­hung (ggfs. in mit­tel­ba­rer Täter­schaft) gemäß 370 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 6 AO, § 25 Abs. 1 Var. 2 StGB dar. Zoll und Ein­fuhr­um­satz­steu­er Indem die von dem Ein­füh­ren­den mit der Erstel­lung

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Zwei Fäuste in den Farben der Flaggen der USA und der EU prallen vor einer Weltkarte aufeinander

Ver­gel­tungs­zöl­le der EU tre­ten in Kraft – Han­dels­streit mit den USA droht zu eska­lie­ren

Seit Frei­tag ist es amt­lich: Brüs­sel setzt sich zur Wehr. Als Reak­ti­on auf die von US-Prä­­si­­dent Donald Trump beschlos­se­nen US-Zöl­­le auf Alu­mi­ni­um und Stahl ver­häng­te die Euro­päi­sche Uni­on nun eben­falls Straf­zöl­le auf aus­ge­wähl­te US-Impor­­te. Der Han­dels­streit droht zu eska­lie­ren und auf den immens wich­ti­gen Auto­mo­bil­markt über­zu­grei­fen. Die von der Euro­päi­schen

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Lager­ge­büh­ren für beim Zoll nicht abge­hol­te Post­sen­dun­gen

Zur Zah­lung der Kos­ten für die Lage­rung nicht abge­hol­ter Post­sen­dun­gen ist ver­pflich­tet, wer die Amts­hand­lung ver­an­lasst oder zu wes­sen Guns­ten sie vor­ge­nom­men wird. Als Kos­ten­schuld­ner kom­men dem­nach das Unter­neh­men, das die Post­sen­dun­gen zur Zoll­stel­le beför­dert hat, und die Selbst­ver­zol­ler in Betracht. Han­delt es sich um ein Mas­sen­ver­fah­ren und ist der

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Ein­rei­hung – und die Erläu­te­run­gen zum Har­mo­ni­sier­ten Sys­tem

Das ent­schei­den­de Kri­te­ri­um für die zoll­recht­li­che Tari­fie­rung von Waren ist all­ge­mein in deren objek­ti­ven Merk­ma­len und Eigen­schaf­ten zu suchen, wie sie im Wort­laut der Posi­tio­nen und Unter­po­si­tio­nen der Kom­bi­nier­ten Nomen­kla­tur und in den Anmer­kun­gen zu den Abschnit­ten oder Kapi­teln fest­ge­legt sind. Dane­ben gibt es Erläu­te­run­gen und Ein­rei­hungs­avi­se, die ein wich­ti­ges,

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Ver­pflich­tungs­kla­gen – und die maß­geb­li­che Rechts­la­ge

Dass bei Ver­pflich­tungs­kla­gen auf die Rechts­la­ge im Zeit­punkt der letz­ten münd­li­chen Ver­hand­lung des Gerichts abzu­stel­len ist, ist eine Regel, die nicht aus­nahms­los gilt. Die Fra­ge, ob ein Anspruch auf Erlass des begehr­ten Ver­wal­tungs­akts besteht, beant­wor­tet sich nach dem mate­ri­el­len Recht. Hat sich seit dem Erlass der ableh­nen­den Ver­wal­tungs­ent­schei­dung das mate­ri­el­le

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Mate­ri­ell-recht­li­che Vor­schrif­ten des Uni­ons­zoll­ko­dex – und ihre rück­wir­ken­de Anwen­dung

Der Uni­ons­zoll­ko­dex ist nach der Rege­lung in Art. 288 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 UZK ab 1.05.2016 anzu­wen­den. Dies gilt auch für die Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten. Auch den Vor­schrif­ten der Art. 116 ff. UZK über die Erstat­tung und den Erlass des Ein­­fuhr- oder Aus­fuhr­ab­ga­ben­be­trags kommt inso­weit kei­ne Rück­wir­kung zu. Dass bei Ver­pflich­tungs­kla­gen auf die

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Schutz­vor­schrif­ten bei Tier­trans­port – und die Aus­fuhr­er­stat­tung

Eine Aus­fuhr­er­stat­tung kann wegen Nicht­ein­hal­tung der uni­ons­recht­li­chen Vor­schrif­ten zum Schutz von Tie­ren beim Trans­port abge­lehnt wer­den. In dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall mel­de­te die Tier­händ­le­rin im August 2006 beim Haupt­zoll­amt Rin­der zur Aus­fuhr in den Koso­vo an. Die Tie­re wur­den per LKW nach Tri­est und von dort per Schiff

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Ein­fuhr­um­satz­steu­er – und der Vor­steu­er­ab­zug

Der Betrei­ber eines Zoll­la­gers ist nicht zum Abzug der Ein­fuhr­um­satz­steu­er als Vor­steu­er berech­tigt. Nach § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 UStG konn­te der Unter­neh­mer "die ent­rich­te­te Ein­fuhr­um­satz­steu­er für Gegen­stän­de, die für sein Unter­neh­men in das Inland ein­ge­führt wor­den sind", als Vor­steu­er abzie­hen. Seit 2004 bestand das Abzugs­recht des Unter­neh­mers für "die

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Auto-Reimport – und das Aus­kunfts­ver­lan­gen an den Fahr­zeug­her­stel­ler

Die Zoll­be­hör­de kann den Her­stel­ler aus­ge­führ­ter Kraft­fahr­zeu­ge nicht ver­pflich­ten, zuguns­ten des Reimpor­teurs der Fahr­zeu­ge, der die­se als Rück­wa­ren anmel­det, um von Ein­fuhr­ab­ga­ben befreit zu wer­den, an der Sach­auf­klä­rung mit­zu­wir­ken. Über Art. 2 ZKDVO hin­aus besteht kei­ne Ver­pflich­tung des Haupt­zoll­am­tes, die für die Inan­spruch­nah­me der Ver­güns­ti­gun­gen für Rück­wa­ren erfor­der­li­chen Daten von Amts

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Die ver­pach­te­te land­wirt­schaft­li­che Bren­ne­rei und der mono­pol­recht­li­che Aus­gleichs­be­trag

Der mono­pol­recht­li­cher Aus­gleichs­be­trag steht dem Päch­ter einer Bren­ne­rei­an­la­ge zu. Nach § 58a Abs. 4 Satz 1 Brannt­wMonG erhal­ten land­wirt­schaft­li­che Bren­ne­rei­en, die nach § 58 Abs. 1 Satz 2 Brannt­wMonG von der Ablie­fe­rungs­pflicht befreit wer­den, für fünf Betriebs­jah­re pro Hek­to­li­ter regel­mä­ßi­ges Brenn­recht und Betriebs­jahr einen Aus­gleichs­be­trag von 51,50 € je Hek­to­li­ter Alko­hol. Dem inso­weit ein­deu­ti­gen Wort­laut

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Kein Snus-Tabak aus Schwe­den

Das Inver­kehr­brin­gen von schwe­di­schem Snus-Tabak, ein mit Sal­zen ver­setz­ter Tabak, der unter die Ober- oder Unter­lip­pe gesteckt und so kon­su­miert wird, ist in der Euro­päi­schen Uni­on außer­halb von Schwe­den unter­sagt. Mit die­ser Begrün­dung hat das Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Her­aus­ga­be von Snus-Tabak an einen Bestel­ler abge­lehnt.

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Das per­sön­li­che Rei­se­ge­päck: ein Pkw

Als per­sön­li­ches Gepäck wird ein Gebraucht­wa­gen, der ein­ge­führt wird, nicht aner­kannt und ist daher im Rah­men der sog. Rei­se­f­rei­men­ge von der Erhe­bung von Ein­fuhr­ab­ga­ben (Ein­fuhr­um­satz­steu­er und Zoll) nicht befreit. So hat das Finanz­ge­richt Baden-Wür­t­­te­m­berg in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines aus der Schweiz ein­ge­führ­ten gebrauch­ten Pkws ent­schie­den. Der Klä­ger hat­te

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Kul­tur­gü­ter­schutz für eine ein­zel­ne Mün­ze

Der Kul­tur­gü­ter­schutz kann auch ein­zel­ne Mün­zen umfas­sen. Archäo­lo­gi­sche Gegen­stän­de im Sin­ne der Ver­ord­nung (EG) Nr. 116/​2009 über die Aus­fuhr von Kul­tur­gü­tern sind nur sol­che, die einen Wert für die Archäo­lo­gie haben, also von Men­schen­hand geschaf­fe­ne oder bear­bei­te­te Gegen­stän­de, die Erkennt­nis­se über ver­gan­ge­ne Kul­tu­ren zu ver­mit­teln ver­mö­gen, ins­be­son­de­re etwa über deren

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Haf­tung für hin­ter­zo­ge­ne Milch­ab­ga­be

Die Fra­ge, ob ande­re Per­so­nen als der jewei­li­ge Milch­er­zeu­ger, die an der Hin­ter­zie­hung von Milch­ab­ga­ben mit­ge­wirkt haben, als Haf­tungs­schuld­ner für die hin­ter­zo­ge­nen Abga­ben her­an­ge­zo­gen wer­den kön­nen, ist nicht grund­sätz­lich klä­rungs­be­dürf­tig, weil sie nach den maß­ge­ben­den Vor­schrif­ten ein­deu­tig zu beant­wor­ten und zu beja­hen ist. Wer eine Steu­er­hin­ter­zie­hung begeht, haf­tet nach §

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Betriebs­über­gang im Milch­wirt­schafts­jahr

Geht eine Milch­quo­te wäh­rend eines Milch­wirt­schafts­jahrs von einem an einen ande­ren Milch­er­zeu­ger über, nimmt die­ser an einer Sal­die­rung von ihm über­lie­fer­ter Milch­men­gen mit Unter­lie­fe­run­gen ande­rer Erzeu­ger auch mit dem Teil der über­ge­gan­ge­nen Milch­quo­te teil, auf die von dem frü­he­ren Betriebs­in­ha­ber in dem Milch­wirt­schafts­jahr bereits Milch gelie­fert wor­den war. Mit die­sem

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Nicht­zah­lung der Mie­te und das Ver­schul­den des Mie­ters

Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te sich aktu­ell mit der Fra­ge zu befas­sen, ob dem Mie­ter auch dann frist­los wegen eines Miet­rück­stands gekün­digt wer­den kann, wenn er die Mie­te auf­grund eines Irr­tums über die Ursa­che eines Man­gels nicht ent­rich­tet. Die Beklag­ten in dem vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall sind Mie­ter eines Ein­fa­mi­li­en­hau­ses der Klä­ger.

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Sank­tio­nen gegen aus­län­di­sche Des­po­ten – und ihre Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen

Sank­tio­nen, die der Rat gegen ein Dritt­land erlas­sen hat, dür­fen auf natür­li­che Per­so­nen nicht allein wegen ihrer fami­liä­ren Bin­dung zu Per­so­nen, die mit den Macht­ha­bern des ent­spre­chen­den Lan­des ver­bun­den sind, ange­wandt wer­den. Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat daher die EU-Ver­­or­d­­nung, mit der das Ein­frie­ren von Gel­dern von Herrn Pye

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Ein­fuhr­ab­ga­ben­be­frei­ung bei Ver­ede­lungs­er­zeug­nis­sen

Nach einer Ent­schei­dung des Bun­des­fi­nanz­hofs ist Vorraus­set­zung für eine mög­li­che Gewäh­rung voll­stän­di­ger oder teil­wei­ser Ein­fuhr­ab­ga­ben­be­frei­ung für Ver­ede­lungs­er­zeug­nis­se unter den Bedin­gun­gen des Art. 150 Abs. 2 ZK , obwohl eine der Bedin­gun­gen oder Ver­pflich­tun­gen in Ver­bin­dung mit dem Ver­fah­ren der pas­si­ven Ver­ede­lung nicht erfüllt ist, dass die ent­spre­chen­den Vor­ma­te­ria­li­en in das Ver­fah­ren

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Muss der Bür­ger schlau­er sein als der Zoll?

Muss der Bür­ger schlau­er sein als der Zoll? Nein, muss er nicht – meint jeden­falls das Finanz­ge­richt Ham­burg. Hin­ter­grund die­ser rich­ter­li­chen Erkennt­nis war ein im Aus­land bestell­ter Blu-ray-Play­­er: Der Klä­ger hat­te über das Inter­net einen Blu-ray-Play­­er zum Preis von rund 500 € bestellt. Bei Abho­lung des Gerä­tes beim Zoll­amt mel­de­te er

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Das Motor­rad aus den USA

Wer im Aus­land leb­te und dann wie­der nach Deutsch­land "zurück­wan­dert", kann sein Umzugs­gut regel­mä­ßig als "Über­sied­lungs­gut" zoll­frei ein­füh­ren. Dies gilt frei­lich nicht, wenn die Tätig­keit und damit auch der Auf­ent­halt im Aus­land von vor­ne­her­ein nur auf eine begrenz­te Zeit ange­legt war. So war in dem jetzt vom Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf ent­schie­de­nen

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Bril­len aus dem Aus­land

Bei Ein­fuh­ren aus dem Län­dern außer­halb der EU besteht für das per­sön­li­che Gepäck eine Wert­gren­ze von 430,- €, bis zu der kei­ne Ein­fuhr­ab­ga­ben erho­ben wer­den. Bei die­ser Wert­grenz des § 2 Abs. 1 Nr. 5 Buchst. b EF-VO in Höhe von 430 € han­delt es sich jedoch nicht um einen Frei­be­trag, der antei­lig vom Zoll­wert

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Fern­seh­de­ko­der mit Fest­plat­ten­funk­ti­on – und der Zoll

Manch­mal hat auch eine so drö­ge Mate­rie wie das Zoll­recht einen gewis­sen Unter­hal­tungs­wert. So ging es aktu­ell vor dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on um die Fra­ge, wie Pay-TV-Deko­­der zoll­ta­rif­lich ein­zu­ord­nen sind. Der Spann­brei­te ist hier­bei beacht­lich: Als Set-Top-Boxen unter­lä­gen sie einem Zoll­ta­rif von 0%, als "Auf­zeich­nungs­ge­rä­te" dage­gen einem sol­chen von

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