Kein Snus-Tabak aus Schwe­den

Das Inver­kehr­brin­gen von schwe­di­schem Snus-Tabak, ein mit Sal­zen ver­setz­ter Tabak, der unter die Ober- oder Unter­lip­pe gesteckt und so kon­su­miert wird, ist in der Euro­päi­schen Uni­on außer­halb von Schwe­den unter­sagt.

Kein Snus-Tabak aus Schwe­den

Mit die­ser Begrün­dung hat das Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Her­aus­ga­be von Snus-Tabak an einen Bestel­ler abge­lehnt. Ein in Deutsch­land ansäs­si­ger Ver­brau­cher bestell­te über das Inter­net in Schwe­den 16 Packun­gen Snus. Der Zoll hielt die Sen­dung an und ver­wei­ger­te die Her­aus­ga­be an den Bestel­ler. Vor dem Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf ver­klag­te der Bestel­ler das zustän­di­ge Zoll­amt auf die Her­aus­ga­be des Tabaks.

In sei­ner Urteils­be­grün­dung ver­weist das Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf auf das Euro­päi­sche Recht, nach dem das Inver­kehr­brin­gen von Snus in der Euro­päi­schen Uni­on außer­halb von Schwe­den unter­sagt sei. Dies gel­te auch für pri­va­te Ver­brau­cher. Ledig­lich für den Kon­sum in Schwe­den gel­te eine Aus­nah­me­re­ge­lung. Eine Bestel­lung über das Inter­net aus ande­ren Län­dern der Euro­päi­schen Uni­on sei aber nicht mög­lich.

"Anders ist nur zu ent­schei­den, wenn das außer­halb Schwe­dens gel­ten­de Snus-Ver­bot auf­ge­ho­ben wür­de und die Ver­kehrs­fä­hig­keit von Snus in Deutsch­land durch das Bun­des­amt für Ver­brau­cher­schutz und Lebens­mit­tel­si­cher­heit zuge­las­sen wor­den ist," führt das Finaz­ge­richt Düs­sel­dorf wei­ter aus. "Das ist aber nicht der Fall. Ver­su­che, den Ver­trieb außer­halb von Schwe­den zu erlau­ben, sind in der Ver­gan­gen­heit auch regel­mä­ßig geschei­tert."

Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 15. Mai 2013 – 4 K 2021/​12 VTa