Pro­zess­zin­sen bei der Aus­fuhr­er­stat­tung

Die im Aus­fuhr­er­stat­tungs­recht vor­ge­se­he­ne Sank­ti­on wegen zu Unrecht bean­trag­ter Erstat­tung auf­grund fal­scher Anga­ben des Aus­füh­rers ist kei­ne Abga­be zu Markt­ord­nungs­zwe­cken, son­dern ein unselb­stän­di­ger Rech­nungs­pos­ten bei der Fest­set­zung des zuste­hen­den Erstat­tungs­be­trags, so dass im Fall einer erfolg­rei­chen gericht­li­chen Anfech­tung der Erstat­tungs­fest­set­zung Pro­zess­zin­sen auch auf den erstrit­te­nen Sank­ti­ons­be­trag gemäß § 14 Abs. 2 Satz 1 MOG zu berech­nen sind. Das gilt auch dann, wenn die ange­foch­te­ne Ver­min­de­rung der Erstat­tung einen nega­ti­ven, vom Aus­füh­rer zu zah­len­den Betrag erge­ben hat.

Pro­zess­zin­sen bei der Aus­fuhr­er­stat­tung

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 26. Juni 2007 – VII R 53/​06