Betriebs­be­ding­te Kün­di­gung – und die Wei­ter­be­schäf­ti­gungs­ob­lie­gen­heit des Arbeit­ge­bers

Die Wei­ter­be­schäf­ti­gungs­ob­lie­gen­heit ist nach § 1 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 Buchst. b KSchG räum­lich auf den­sel­ben Dienst­ort ein­schließ­lich sei­nes Ein­zugs­ge­biets beschränkt.

Betriebs­be­ding­te Kün­di­gung – und die Wei­ter­be­schäf­ti­gungs­ob­lie­gen­heit des Arbeit­ge­bers

Für den Begriff des Ein­zugs­ge­biets gel­ten nach § 75 Abs. 1 Nr. 3 BPers­VG die im Umzugs­kos­ten­recht maß­geb­li­chen Grund­sät­ze. Ein­zugs­ge­biet ist danach das Gebiet, das auf einer übli­cher­wei­se befah­re­nen Stre­cke nicht mehr als 30 km vom Dienst­ort ent­fernt ist, § 3 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. c BUKG 1.

Die Kün­di­gung ist dann nicht wegen einer Wei­ter­be­schäf­ti­gungs­mög­lich­keit in einer ande­ren Dienst­stel­le sozi­al unge­recht­fer­tigt, wenn in die­sem Gebiet kei­ne Mög­lich­keit bestand, den Arbeit­neh­mer auf einem frei­en Arbeits­platz wei­ter­zu­be­schäf­ti­gen, son­dern alle mög­li­chen Stel­len auf übli­cher­wei­se befah­re­nen Stre­cken mehr als 30 km vom bis­he­ri­gen Dienst­ort ent­fernt lie­gen.

  1. BAG 22.09.2005 – 2 AZR 544/​04, zu B III 2 a der Grün­de[]