Unlau­te­rer Wett­be­werb – und die redak­tio­nel­le Äuße­rung als geschäft­li­che Hand­lung

Nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG bedeu­tet „geschäft­li­che Hand­lung“ im Sin­ne die­ses Geset­zes jedes Ver­hal­ten einer Per­son zuguns­ten des eige­nen oder eines frem­den Unter­neh­mens, das mit der För­de­rung des Absat­zes oder des Bezugs von Waren oder Dienst­leis­tun­gen oder mit dem Abschluss oder der Durch­füh­rung eines Ver­trags über Waren oder Dienst­leis­tun­gen objek­tiv zusam­men­hängt.

Unlau­te­rer Wett­be­werb – und die redak­tio­nel­le Äuße­rung als geschäft­li­che Hand­lung

Bei einem redak­tio­nel­len Bei­trag ist ein objek­ti­ver Zusam­men­hang mit der För­de­rung des Absat­zes eines frem­den Unter­neh­mens zu ver­nei­nen, wenn er allein der Infor­ma­ti­on und Mei­nungs­bil­dung sei­ner Adres­sa­ten dient [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 17. Dezem­ber 2015 – I ZR 219/​13

  1. vgl. Begrün­dung des Regie­rungs­ent­wurfs des Ers­ten Geset­zes zur Ände­rung des Geset­zes gegen den unlau­te­ren Wett­be­werb, BT-Drs. 16/​10145, S. 40; BGH, Urteil vom 19.05.2011 – I ZR 147/​09, GRUR 2012, 74 Rn. 15 = WRP 2012, 77Coa­ching-News­let­ter; Köh­ler in Köhler/​Bornkamm, UWG, 33. Aufl., § 2 Rn. 67[]