18 Punk­te in Flens­burg

Wer im Ver­kehrs­zen­tral­re­gis­ter 18 Punk­te hat, ver­liert sei­nen Füh­rer­schein, und zwar ohne dass gegen den Bescheid, mit dem die Fahr­erlaub­nis ent­zo­gen wird, der Ein­wand mög­lich ist, dass ein­zel­ne Buß­geld­be­schei­de zu Unrecht ergan­gen sei­en. Hier­ge­gen hät­te sich der Fah­rer in dem betref­fen­den Buß­geld­ver­fah­ren weh­ren müs­sen – im Ent­zie­hungs­ver­fah­ren ist ihm ein sol­cher Ein­wand dage­gen abge­schnit­ten.

18 Punk­te in Flens­burg

In einem jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Neu­stadt ent­schie­de­nen Fall hat­te der Antrag­stel­ler nach Mit­tei­lung des Kraft­fahrt-Bun­des­am­tes vom 11. Mai 2010 einen Stand von 18 Punk­ten im Ver­kehrs­zen­tral­re­gis­ter erreicht. Die Stadt Lud­wigs­ha­fen ent­zog ihm dar­auf­hin mit Bescheid vom 21. Juni 2010 die Fahr­erlaub­nis.

Gegen die­se kraft Geset­zes sofort voll­zieh­ba­re Maß­nah­me erhob der Betrof­fe­ne Wider­spruch und wand­te sich zugleich mit einem Eil­an­trag an das Ver­wal­tungs­ge­richt. Er trug vor, die Punk­te­be­rech­nung sei feh­ler­haft, da das mehr­fa­che Par­ken ohne gül­ti­gen Park­schein nicht die Ein­tra­gung von Punk­ten nach sich zie­hen kön­ne.

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Neu­stadt ist dem nicht gefolgt: Die Ent­zie­hung der Fahr­erlaub­nis sei recht­mä­ßig, weil der Antrag­stel­ler sich durch Errei­chen von 18 Punk­ten unwi­der­leg­lich als unge­eig­net zum Füh­ren von Kraft­fahr­zeu­gen erwie­sen habe. Eine Über­prü­fung der mit Punk­ten bewer­te­ten, im Ver­kehrs­zen­tral­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­nen Ent­schei­dun­gen durch die Fahr­erlaub­nis­be­hör­de – hier die Stadt Lud­wigs­ha­fen – fin­de nicht statt. Die Ein­tra­gung einer Ord­nungs­wid­rig­keit in das Regis­ter ste­he im Übri­gen dann mit der Geset­zes­la­ge in Ein­klang, wenn wegen der Ord­nungs­wid­rig­keit – wie im Fal­le des Antrag­stel­lers – eine Geld­bu­ße von min­des­tens 40 € fest­ge­setzt wor­den sei.

Ver­wal­tungs­ge­richt Neu­stadt, Beschluss vom 13. Juli 2010 – 3 L 664/​10.NW