Die Ver­ant­wort­lich­keit des Online-Händ­lers – und die Pro­dukt­prä­sen­ta­ti­on sei­nes Lie­fe­ran­ten

Ein Online-Händ­ler ist für ein im eige­nen Namen auf sei­ner Inter­net­sei­te ein­ge­stell­tes Ver­kaufs­an­ge­bot als Täter ver­ant­wort­lich, auch wenn er sich bei der Aus­ge­stal­tung der Pro­dukt­prä­sen­ta­ti­on eines drit­ten Unter­neh­mers – hier sei­nes Lie­fe­ran­ten – bedient.

Die Ver­ant­wort­lich­keit des Online-Händ­lers – und die Pro­dukt­prä­sen­ta­ti­on sei­nes Lie­fe­ran­ten

Die Haf­tung der Online-Händ­le­rin ergibt sich schon dar­aus, dass sie das in Rede ste­hen­de Pro­dukt im eige­nen Namen und auf eige­ne Rech­nung auf ihrer Inter­net­sei­te ange­bo­ten hat.

Damit hat sie dem Inter­net­nut­zer den Ein­druck ver­mit­telt, sie über­neh­me die inhalt­li­che Ver­ant­wor­tung für die in ihrem Namen ein­ge­stell­ten Ver­kaufs­an­ge­bo­te1.

Dass sie sich bei der Erstel­lung der kon­kre­ten Pro­dukt­prä­sen­ta­ti­on eines drit­ten Unter­neh­mens – hier ihrer Lie­fe­ran­tin – bedient hat, ändert an ihrer Täter­schaft nichts2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 31. März 2016 – I ZR 86/​13

  1. vgl. BGH, Urteil vom 16.05.2013 – I ZR 216/​11, GRUR 2013, 1229 Rn. 31 = WRP 2013, 1613 – Kin­der­hoch­stüh­le im Inter­net II; Urteil vom 19.03.2015 – I ZR 94/​13, GRUR 2015, 1229 Rn. 25 = WRP 2015, 1326Hotel­be­wer­tungs­por­tal []
  2. vgl. BGH, Urteil vom 05.11.2015 – I ZR 88/​13 Rn. 17 f. – Al Di Meo­la []