Alter­na­ti­ve Urteils­grün­de – und die erfor­der­li­che Beru­fungs­be­grün­dung

Zwar ist es bei einer kla­ge­ab­wei­sen­den Ent­schei­dung des erst­in­stanz­li­chen Gerichts, die auf meh­re­re von­ein­an­der unab­hän­gi­ge, selb­stän­dig tra­gen­de Grün­de gestützt wird, erfor­der­lich, dass der Klä­ger in sei­ner Beru­fungs­be­grün­dung das Urteil bezüg­lich jeder die­ser Erwä­gun­gen angreift; andern­falls ist das Rechts­mit­tel unzu­läs­sig 1.

Alter­na­ti­ve Urteils­grün­de – und die erfor­der­li­che Beru­fungs­be­grün­dung

Es reicht jedoch aus, wenn ein nur auf einen der selb­stän­dig tra­gen­den Grün­de gestütz­ter Beru­fungs­an­griff aus Rechts­grün­den auch die ande­ren Abwei­sungs­grün­de im ange­foch­te­nen Urteil zu Fall bringt 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 12. Okto­ber 2016 – VIII ZR 103/​15

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 18.10.2005 – VI ZB 81/​04, NJW-RR 2006, 285 unter – II 2 mwN[]
  2. BGH, Beschluss vom 28.02.2007 – V ZB 154/​06, NJW 2007, 1534 Rn. 12[]