115 – Ein Anschluss unter die­ser Num­mer

Die ein­heit­li­che Behör­den­num­mer 115, unter der der­zeit bereits 15,3 Mio. Bür­ger in sie­ben Bun­des­län­dern Behör­den­in­for­ma­tio­nen erlan­gen kön­nen, wur­de jetzt nach zwei Jah­ren Pilot­be­trieb in den Regel­be­trieb über­führt. Der Ser­vice soll nun flä­chen­de­ckend in Deutsch­land ein­ge­führt wer­den.

115 – Ein Anschluss unter die­ser Num­mer

Die ein­heit­li­che Ruf­num­mer 115 soll von Bür­gern genutzt wer­den kön­nen, egal ob eine Zustän­dig­keit sei­ne Stadt oder Gemein­de, einer Lan­des­be­hör­de oder einer Behör­de des Bun­des besteht. Ziel ist es hier­bei, die meis­ten Fra­gen direkt bereits beim ers­ten Anruf abschlie­ßend zu klä­ren, ohne wei­ter­ver­bun­den zu wer­den. Jede Kom­mu­ne muss als Min­dest­vor­aus­set­zung für ihre Teil­nah­me am D115-Ver­bund Infor­ma­tio­nen zu den 100 am häu­figs­ten nach­ge­frag­ten Leis­tun­gen bereit­stel­len und pfle­gen (Top-100-Leis­tun­gen). Die Län­der und die Bun­des­be­hör­den legen ihre Leis­tun­gen selbst fest.

Der jetzt zum Ende des Pilot­be­triebs ver­öf­fent­lich­te Abschluss­be­richt und die dar­in ent­hal­te­ne Stu­die des Insti­tuts für Demo­sko­pie Allens­bach zum Pro­jekt D115 macht deut­lich, dass die 115 erheb­li­che wirt­schaft­li­che Ent­las­tungs­ef­fek­te für die Ver­wal­tun­gen auf kom­mu­na­ler, Lan­des- und Bun­des­ebe­ne bie­tet. Die Infra­struk­tur des heu­te gestar­te­ten Regel­be­triebs wird gemein­sam von Bund und Län­dern finan­ziert. Der Regel­be­trieb stärkt die Ver­bind­lich­keit für die betei­lig­ten Kom­mu­nen, Lan­des- und Bun­des­be­hör­den, durch die neue Gre­mi­en­struk­tur sol­len alle föde­ra­len Ebe­nen inten­si­ver betei­ligt wer­den.

Das vor­dring­li­che Ziel des Regel­be­triebs ist es, wei­te­re Kom­mu­nen und Län­der für die 115 zu gewin­nen. Der Pilot­be­trieb wur­de mit 13 kreis­frei­en Städ­ten und Land­krei­sen mit ins­ge­samt ca. 10 Mil­lio­nen Ein­woh­nern, 4 Bun­des­län­dern und 14 Bun­des­be­hör­den gestar­tet. Inzwi­schen ist der Kreis der Modell­re­gio­nen stark gewach­sen. Die Bun­des­ver­wal­tung wird sich bis Ende des Jah­res 2011 voll­stän­dig mit rund 75 Behör­den und Insti­tu­tio­nen am 115-Ser­vice betei­li­gen.

Ein wei­te­rer Mei­len­stein im neu­en Regel­be­trieb wird die Anpas­sung der Tari­fe für die 115-Anru­fe sein. Die Tari­fe sol­len vor­aus­sicht­lich zum Ende des Jah­res 2011 sin­ken, und auch die Inte­gra­ti­on in Flat­rates wird durch eine aktu­el­le Ver­fü­gung der Bun­des­netz­agen­tur mög­lich sein. Der­zeit kos­tet ein Anruf bei der 115 aus dem Fest­netz der Deut­schen Tele­kom AG 7 Cent pro Minu­te, die Tari­fe aus den Mobil­funk­net­zen lie­gen über­wie­gend zwi­schen 17 und 29 Cent pro Minu­te.

Bleibt noch eine Fra­ge: Wer haf­tet eigent­lich, wenn die 115 falsch ant­wor­tet? Aber viel­leicht wird die­se Fra­ge ja auch mit einem Anruf bei der 115 beant­wor­tet…