Berliner Beamtenbesoldung

Die Besoldung für Beamte der Besoldungsgruppen A 9 bis A 12 in Berlin ist nach Ansicht des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg mit Art. 33 Abs. 5 GG vereinbar.

Berliner Beamtenbesoldung

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg knüpft damit an seine bisherigen Ent­schei­dun­gen zur Rich­ter­besol­dung der Jahre 2009 bis 2015 in Berlin an.

Die fünf jetzt ergangenen Urtei­le betref­fen die Besol­dungs­gruppe A 9 in den Kalen­der­jah­ren 2010 bis 2013, die Besol­dungs­grup­pe A 10 in den Kalen­der­jah­ren 2008 bis 2015, die Besol­dungs­grup­pe A 11 in den Kalen­der­jah­ren 2011 bis 2014 und die Besol­dungs­grup­pe A 12 in den Kalen­der­jah­ren 2010 bis 2015. In den zugrun­de­lie­gen­den Beru­fungs­ver­fah­ren bean­stan­den die klagenden Beamten die Höhe der in die­sen Zeit­räu­men gezahl­ten Beam­ten­besol­dung. Ihre auf Fest­stel­lung der Ver­fas­sungs­widrig­keit der Besol­dung gerich­te­ten Klagen waren zuvor be­reits vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Berlin erfolg­los geblie­ben.

Nach Auffas­sung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg sind die in den strei­ti­gen Zeit­räu­men gel­ten­den gesetz­lichen Rege­lun­gen über die Beam­ten­besol­dung im Land Berlin für die maß­geb­lichen Besol­dungs­grup­pen ver­fas­sungs­gemäß, weil die Besol­dung mit dem sich aus Art. 33 Abs. 5 GG erge­ben­den Grund­satz der amts­ange­mes­se­nen Ali­men­tation verein­bar ist. Bei seiner Über­prü­fung hat das Oberverwaltungsgericht auf die Krite­rien abge­stellt, die das Bundes­ver­fas­sungs­ge­richt in zwei im letzt­en Jahr ergan­ge­nen Ent­schei­dun­gen zur Rich­ter- und Beam­ten­be­sol­dung in ande­ren Bun­des­län­dern kon­kre­ti­siert hatte. Eine daran orien­tier­te Gesamt­schau erge­be, dass die Besol­dung in den be­trach­te­ten Jah­ren nicht evi­dent unzu­rei­chend gewe­sen sei.

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Disziplinarverfahren gegen Postbeamte

Oberverwaltungsgericht Berlin -Brandenburg, Urteile vom 14. Dezember 2016 – OVG 4 B 29.12, 4 B 35.12, 4 B 4.13, 4 B 5.13 und 4 B 6.13