Der Dioxin­ver­dacht – und die Haf­tung des Futtermittelhändlers

§ 24 LFGB ist eine Aus­nah­me­re­ge­lung, die auf der Grund­la­ge von § 276 Abs. 1 Satz 1 BGB abwei­chend vom Ver­schul­dens­er­for­der­nis als Regel­form des Ver­tre­ten­müs­sens eine stren­ge­re Haf­tung bestimmt.

Der Dioxin­ver­dacht – und die Haf­tung des Futtermittelhändlers

Danach haf­tet der Ver­käu­fer von Fut­ter­mit­teln, sofern er kei­ne Anga­ben über die Beschaf­fen­heit des Fut­ters gemacht hat und die­ses nicht der han­dels­üb­li­chen Rein­heit und Unver­dor­ben­heit ent­spricht, dem Käu­fer gemäß § 280 Abs. 1 BGB, § 24 LFGB ver­schul­dens­un­ab­hän­gig auf Schadensersatz.

Im Hin­blick auf den Aus­nah­me­cha­rak­ter des § 24 LFGB erstreckt sich die ver­schul­dens­un­ab­hän­gi­ge Haf­tung des Fut­ter­mit­tel­ver­käu­fers nicht auf Fäl­le, in denen ledig­lich der Ver­dacht besteht, dass das gelie­fer­te Fut­ter­mit­tel nicht der han­dels­üb­li­chen Rein­heit und Unver­dor­ben­heit entspricht.

Der auf kon­kre­ten Tat­sa­chen beru­hen­de, nicht aus­zu­räu­men­de Ver­dacht einer erheb­li­chen Kon­ta­mi­na­ti­on des gelie­fer­ten Fut­ter­mit­tels, wel­ches zur Ver­füt­te­rung an der Lebens­mit­tel­ge­win­nung die­nen­de Tie­re bestimmt ist, ist als Sach­man­gel im Sin­ne des § 434 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 BGB anzu­se­hen. Inso­weit kommt eine Ver­schul­dens­haf­tung des Ver­käu­fers nach § 437 Nr. 3, § 280 Abs. 1 BGB in Betracht.

Ver­schul­dens­un­ab­hän­gi­ge Haf­tung des Futtermittelhändlers

Die in § 280 Abs. 1 BGB in Ver­bin­dung mit § 24 LFGB aF [1] ange­ord­ne­te ver­schul­dens­un­ab­hän­gi­ge Haf­tung des Fut­ter­mit­tel­ver­käu­fers beschränkt sich auf die han­dels­üb­li­che Rein­heit und Unver­dor­ben­heit der gelie­fer­ten Fut­ter­mit­tel. Es kommt des­halb inso­weit ent­schei­dend auf die Fra­ge an, ob das von der Händ­le­rin an den Land­wirt gelie­fer­te Fut­ter­mit­tel tat­säch­lich in einem die ein­schlä­gi­gen Grenz­wer­te über­schrei­ten­den Umfang mit Dioxin belas­tet war.

Der Fut­ter­mit­tel­ver­käu­fer haf­tet gemäß § 24 LFGB aF dem Käu­fer ver­schul­dens­un­ab­hän­gig auf Scha­dens­er­satz, wenn er kei­ne Anga­ben über die Beschaf­fen­heit des Fut­ters gemacht hat und die­ses nicht der han­dels­üb­li­chen Rein­heit und Unver­dor­ben­heit ent­spricht. Die Vor­schrift bestimmt unter der Über­schrift „Gewähr für die han­dels­üb­li­che Rein­heit und Unverdorbenheit“:

„Macht der Ver­äu­ße­rer bei der Abga­be von Fut­ter­mit­teln kei­ne Anga­ben über die Beschaf­fen­heit, so über­nimmt er damit die Gewähr für die han­dels­üb­li­che Rein­heit und Unver­dor­ben­heit. Fut­ter­mit­tel gel­ten ins­be­son­de­re nicht als von han­dels­üb­li­cher Rein­heit, wenn sie einer nach § 23 Nr. 1 Buch­sta­be a erlas­se­nen Rechts­ver­ord­nung nicht entsprechen.“

Nach die­ser Rege­lung gilt die han­dels­üb­li­che Rein­heit des Fut­ter­mit­tels als ver­ein­bart, sofern der Ver­äu­ße­rer kei­ne Anga­ben über die Beschaf­fen­heit macht. Nicht han­dels­üb­lich sind Fut­ter­mit­tel, bei denen fest­ge­setz­te Höchst­men­gen an uner­wünsch­ten Stof­fen über­schrit­ten sind [2].

Gemäß § 276 Abs. 1 Satz 1 BGB hat der Schuld­ner Vor­satz und Fahr­läs­sig­keit zu ver­tre­ten, wenn eine stren­ge­re oder mil­de­re Haf­tung weder bestimmt noch aus dem sons­ti­gen Inhalt des Schuld­ver­hält­nis­ses, ins­be­son­de­re aus der Über­nah­me einer Garan­tie oder eines Beschaf­fungs­ri­si­kos zu ent­neh­men ist. § 24 LFGB aF ist eine gesetz­li­che Bestim­mung, die eine stren­ge­re Haf­tung des Fut­ter­mit­tel­un­ter­neh­mers anord­net [3], wes­we­gen es der Annah­me einer Garan­tie­haf­tung im Sin­ne von § 443 BGB ent­ge­gen einer im Schrift­tum ver­tre­te­nen Auf­fas­sung [4] nicht bedarf, weil die­se ledig­lich als ergän­zen­de Fall­grup­pe einer ver­schul­dens­un­ab­hän­gi­gen Ein­stands­pflicht auf­ge­führt ist [5].

§ 24 LFGB aF begrün­det eine ver­schul­dens­un­ab­hän­gi­ge Haf­tung des Fut­ter­mit­tel­un­ter­neh­mers. Bereits die Vor­läu­fer­re­ge­lun­gen sahen eine ver­schul­dens­un­ab­hän­gi­ge Haf­tung des Fut­ter­mit­tel­ver­käu­fers vor, die vor Inkraft­tre­ten des Geset­zes zur Moder­ni­sie­rung des Schuld­rechts vom 26.11.2001 [6] aus dem Feh­len kraft Geset­zes zuge­si­cher­ter Eigen­schaf­ten gemäß § 463 Satz 1, § 459 Abs. 2 BGB aF her­ge­lei­tet wur­de (aa). Zwar ist der Scha­dens­er­satz­an­spruch des Käu­fers wegen des Feh­lens einer zuge­si­cher­ten Eigen­schaft der ver­kauf­ten Sache mit der Schuld­rechts­mo­der­ni­sie­rung in dem all­ge­mei­nen Scha­dens­er­satz­an­spruch wegen einer vom Ver­käu­fer zu ver­tre­ten­den Pflicht­ver­let­zung auf­ge­gan­gen [7]. Der Gesetz­ge­ber des Lebens­mit­tel- und Fut­ter­mit­tel­ge­setz­buchs woll­te die Rechts­stel­lung des Fut­ter­mit­tel­käu­fers jedoch erklär­ter­ma­ßen nicht schwächen.

§ 24 LFGB aF geht auf § 6 des Fut­ter­mit­tel­ge­set­zes vom 22.12 1926 [8] zurück. § 6 FMG 1926 lautete:

„Macht der Ver­äu­ße­rer bei der Ver­äu­ße­rung von Fut­ter­mit­teln kei­ne Anga­ben über die Beschaf­fen­heit, so über­nimmt er damit die Gewähr für die han­dels­üb­li­che Rein­heit und Unverdorbenheit.“

Die Bedeu­tung der Norm lag nament­lich dar­in, dass der Ver­äu­ße­rer, wenn er bei der Abga­be des Fut­ter­mit­tels kei­ne Beschaf­fen­heits­an­ga­ben macht, damit die Eigen­schaf­ten „han­dels­üb­li­che Rein­heit und Unver­dor­ben­heit“ im Sin­ne von § 459 Abs. 2 BGB aF zusi­cher­te. Fehl­te dem ver­äu­ßer­ten Fut­ter­mit­tel die han­dels­üb­li­che Rein­heit und Unver­dor­ben­heit, so haf­te­te der Ver­äu­ße­rer gemäß § 463 Satz 1 BGB aF ver­schul­dens­un­ab­hän­gig auf Scha­dens­er­satz [9]. Der Bun­des­ge­richts­hof hat zur Begrün­dung dar­auf abge­stellt, dass der Ver­äu­ße­rer gesetz­lich ver­pflich­tet ist, wenn die han­dels­üb­li­che Rein­heit und Unver­dor­ben­heit nicht gege­ben ist, über die­se Män­gel bei der Ver­äu­ße­rung Anga­ben zu machen [10]. Hät­te § 6 FMG 1926 ledig­lich zum Aus­druck brin­gen wol­len, dass der Ver­käu­fer gegen­über dem Tier­hal­ter zur Lie­fe­rung han­dels­üb­li­cher Ware ver­pflich­tet sei, wäre die Vor­schrift von gerin­ger Bedeu­tung, denn nach § 243 BGB habe der Ver­käu­fer von Fut­ter­mit­teln ohne­hin Ware mitt­le­rer Art und Güte zu lie­fern. Für das Aus­le­gungs­er­geb­nis, dass nach § 6 FMG 1926 der Ver­äu­ße­rer auch bei Schwei­gen über Rein­heit und Unver­dor­ben­heit still­schwei­gend die­se Eigen­schaf­ten als vor­han­den zusi­che­re, spre­che auch der Zweck des Geset­zes. Der vom Gesetz­ge­ber gewoll­te Schutz des Tier­hal­ters sei nur dann gege­ben, wenn der Ver­käu­fer nicht nur im Rah­men der all­ge­mei­nen Män­gel­haf­tung für die han­dels­üb­li­che Rein­heit und Unver­dor­ben­heit des Fut­ter­mit­tels ein­zu­ste­hen habe [11].

Die­se Erwä­gun­gen haben ihre Berech­ti­gung nicht ver­lo­ren. Sie sind viel­mehr ver­stärkt wor­den, weil der Geset­zes­zweck nicht auf den Schutz des Tier­hal­ters beschränkt wer­den kann, son­dern auch ein hohes Maß an Schutz für Leben und Gesund­heit des Men­schen gewähr­leis­ten soll [12]. Zwar hat der Bun­des­ge­richts­hof zusätz­lich aus­ge­führt, dass § 6 FMG 1926 die vor­her­ge­hen­den §§ 4, 5 ergän­ze, wonach der Ver­käu­fer ver­pflich­tet war, bestimm­te Anga­ben über den Gehalt an wert­be­stim­men­den Bestand­tei­len des Fut­ter­mit­tels zu machen (soge­nann­te Dekla­ra­ti­ons­pflicht; BGH, Urteil vom 24.11.1971 – VIII ZR 81/​70, aaO 297). Ent­ge­gen der Ansicht der Revi­si­on [13] recht­fer­tigt es kei­ne ande­re Beur­tei­lung, dass die­se bei­den Bestim­mun­gen in Weg­fall gekom­men sind. Aus dem Gesamt­zu­sam­men­hang des BGH, Urteils wird deut­lich, dass die­ser Zusatz­er­wä­gung kei­ne ent­schei­den­de Bedeu­tung zuzu­mes­sen ist.

In der wei­te­ren Gesetz­ge­bungs­ge­schich­te der Vor­schrift ist die ver­schul­dens­un­ab­hän­gi­ge Haf­tung des Fut­ter­mit­tel­un­ter­neh­mers bestä­tigt wor­den. § 6 FMG 1926 wur­de von § 7 Abs. 3 des Fut­ter­mit­tel­ge­set­zes vom 02.07.1975 [14] über­nom­men. Der Bun­des­ge­richts­hof hat im Anschluss an sein Urteil vom 24.11.1971 [15] und unter Hin­weis auf die Geset­zes­ma­te­ria­li­en, wonach ein Schwei­gen des Ver­äu­ße­rers zwin­gend als Zusi­che­rung der han­dels­üb­li­chen Rein­heit und Unver­dor­ben­heit im Sin­ne von § 459 Abs. 2 BGB aF anzu­se­hen sei [16], aus­ge­spro­chen, dass für § 7 Abs. 3 des Fut­ter­mit­tel­ge­set­zes 1975 nichts ande­res gel­te als zuvor [17].

An der ver­schul­dens­un­ab­hän­gi­gen Haf­tung des Fut­ter­mit­tel­un­ter­neh­mers hat der Gesetz­ge­ber nach Inkraft­tre­ten des Geset­zes zur Moder­ni­sie­rung des Schuld­rechts festgehalten.

§ 7 Abs. 3 des Fut­ter­mit­tel­ge­set­zes 1975 wur­de durch das Gesetz vom 21.07.2004 zur Ände­rung des Fut­ter­mit­tel­ge­set­zes und Treib­haus­gas-Emis­si­ons­han­dels­ge­setz [18] neu gefasst und lautete:

„Macht der Ver­äu­ße­rer bei der Abga­be von Fut­ter­mit­teln, Zusatz­stof­fen und Vor­mi­schun­gen kei­ne Anga­ben über deren Beschaf­fen­heit, so über­nimmt er damit die Gewähr für die han­dels­üb­li­che Rein­heit und Unver­dor­ben­heit. Fut­ter­mit­tel, Zusatz­stof­fe und Vor­mi­schun­gen gel­ten ins­be­son­de­re nicht als von han­dels­üb­li­cher Rein­heit, wenn sie einer nach § 4 Abs. 1 Nr. 5 Buch­sta­be a erlas­se­nen Rechts­ver­ord­nung nicht entsprechen.“

In der Neu­fas­sung des § 7 Abs. 3 wur­de Satz 1 des bis dahin gel­ten­den Rechts – bis auf die Auf­nah­me von Zusatz­stof­fen und Vor­mi­schun­gen – unver­än­dert in das neue Recht über­nom­men und ledig­lich ein zwei­ter Satz ein­ge­fügt, der dazu dien­te, den Begriff der han­dels­üb­li­chen Rein­heit in Satz 1 zu kon­kre­ti­sie­ren. Dies weist bereits dar­auf hin, dass der Gesetz­ge­ber kei­nen Anlass gese­hen hat, von der ver­schul­dens­un­ab­hän­gi­gen Haf­tung des Fut­ter­mit­tel­un­ter­neh­mers abzuweichen.

Auf­grund des Geset­zes zur Neu­ord­nung des Lebens­mit­tel- und Fut­ter­mit­tel­rechts vom 01.09.2005 [19] trat am 7.09.2005 das Lebens­mit­tel- und Fut­ter­mit­tel­ge­setz­buch in Kraft. Da mit der Ablö­sung des Fut­ter­mit­tel­ge­set­zes durch das LFGB auch Fut­ter­mit­tel­zu­satz­stof­fe und Vor­mi­schun­gen in die Defi­ni­ti­on des Fut­ter­mit­tel­be­griffs ein­be­zo­gen wur­den, konn­te die geson­der­te Bezug­nah­me auf Fut­ter­mit­tel­zu­satz­stof­fe und Vor­mi­schun­gen in der im Übri­gen unver­än­dert in das LFGB als § 24 über­nom­me­nen Vor­schrift wie­der ent­fal­len. Die im Streit­fall gel­ten­de Fas­sung des § 24 LFGB ent­spricht die­ser Geset­zes­fas­sung. Die amt­li­che Begrün­dung lau­tet: „Die Rege­lung über­führt § 7 Abs. 3 FMG“ [20]. Das ver­deut­licht den Wil­len des Gesetz­ge­bers, eine ver­schul­dens­un­ab­hän­gi­ge Haf­tung des Fut­ter­mit­tel­ver­käu­fers, der bei Abga­be des Fut­ter­mit­tels kei­ne Anga­ben über des­sen Beschaf­fen­heit macht, für die han­dels­üb­li­che Rein­heit und Unver­dor­ben­heit auch nach der Schuld­rechts­re­form bei­zu­be­hal­ten [21]. Die Sicht­wei­se der Revi­si­on, dass für eine sol­che Haf­tung des Fut­ter­mit­tel­un­ter­neh­mers kein Bedürf­nis mehr bestehe, wird dem Wil­len des Gesetz­ge­bers nicht gerecht.

Ent­ge­gen der Ansicht der Revi­si­on ist die Bestim­mung auch nicht sys­tem­wid­rig, son­dern steht mit dem Schuld­rechts­mo­der­ni­sie­rungs­ge­setz in Ein­klang. Zwar ist der Scha­dens­er­satz­an­spruch des Käu­fers wegen der Lie­fe­rung einer man­gel­haf­ten Sache durch den Ver­käu­fer gemäß § 437 Nr. 3, § 280 Abs. 1 BGB von einem Ver­tre­ten­müs­sen des Ver­käu­fers abhän­gig. Das bedeu­tet jedoch nicht, dass neben der kauf­recht­li­chen Sach­män­gel­haf­tung kei­ne ver­schul­dens­un­ab­hän­gi­ge Haf­tung ange­ord­net wer­den könnte.

Mit dem Zwei­ten Gesetz zur Ände­rung des Lebens­mit­tel- und Fut­ter­mit­tel­ge­setz­buchs sowie ande­rer Vor­schrif­ten vom 27.07.2011 [22], wel­ches am 4.08.2011 in Kraft getre­ten ist, wur­de § 24 LFGB an das Uni­ons­recht ange­passt. Mit Rück­sicht auf die VO [EG] Nr. 767/​2009 des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 13.07.2009 über das Inver­kehr­brin­gen und die Ver­wen­dung von Fut­ter­mit­teln [23] lau­tet § 24 LFGB seitdem:

„Der Ver­käu­fer eines Fut­ter­mit­tels über­nimmt die Gewähr dafür, dass das Fut­ter­mit­tel die in Arti­kel 4 Absatz 2 Unter­ab­satz 1 Buch­sta­be a der Ver­ord­nung (EG) Nr. 767/​2009 bezeich­ne­ten Anfor­de­run­gen erfüllt.“

Die Neu­fas­sung des § 24 LFGB ist im hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Streit­fall zwar noch nicht anwend­bar. Die Geset­zes­ma­te­ria­li­en bekräf­ti­gen jedoch, dass der Gesetz­ge­ber den Schutz des Fut­ter­mit­tel­käu­fers nach der Schuld­rechts­mo­der­ni­sie­rung nicht ver­rin­gern woll­te, denn in den Geset­zes­ma­te­ria­li­en heißt es, dass „die bereits durch das Fut­ter­mit­tel­ge­setz aus dem Jah­re 1926 ein­ge­führ­te und im Fut­ter­mit­tel­ge­setz aus dem Jah­re 1975 und dem Lebens­mit­tel- und Fut­ter­mit­tel­ge­setz­buch im Jah­re 2005 fort­ge­schrie­be­ne, die Rech­te des Käu­fers eines Fut­ter­mit­tels stär­ken­de Rege­lung wei­ter bei­be­hal­ten wer­den“ sol­le [24]. Dies trifft jeden­falls für die im Streit­fall maß­geb­li­che Fas­sung des § 24 LFGB zu. Ob der Gesetz­ge­ber des Zwei­ten Geset­zes zur Ände­rung des Lebens­mit­tel- und Fut­ter­mit­tel­ge­setz­buchs sowie ande­rer Vor­schrif­ten vom 27.07.2011 die ursprüng­li­che Rege­lung nicht nur bei­be­hal­ten, son­dern dar­über hin­aus ver­schärft hat [25], kann hier auf sich beruhen.

Die hier­ge­gen erho­be­nen ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken grei­fen nach Ansicht des Bun­des­ge­richts­hofs nicht durch:

Die nach Maß­ga­be des § 24 LFGB aF ver­schul­dens­un­ab­hän­gi­ge Haf­tung ist auch in Anse­hung der durch Art. 12 GG geschütz­ten Berufs­frei­heit des Fut­ter­mit­tel­un­ter­neh­mers gerecht­fer­tigt. § 24 LFGB aF zielt dar­auf ab, hohe Stan­dards der Qua­li­täts­si­che­rung zum Zweck der früh­zei­ti­gen Bekämp­fung uner­wünsch­ter Stof­fe in Fut­ter­mit­tel zu gewähr­leis­ten. Die ver­schul­dens­un­ab­hän­gig aus­ge­stal­te­te Ein­stands­pflicht des Fut­ter­mit­tel­un­ter­neh­mers ist betriebs­wirt­schaft­lich steu­er- und beherrsch­bar. Der Fut­ter­mit­tel­un­ter­neh­mer wird kei­ner ufer­lo­sen Scha­dens­er­satz­haf­tung aus­ge­setzt, wenn eine Kon­ta­mi­na­ti­on des in den Ver­kehr gebrach­ten Fut­ter­mit­tels – wie hier – eine Mit­ur­sa­che in dem der Kon­trol­le des Fut­ter­mit­tel­un­ter­neh­mers unter­ste­hen­den Ein­fluss­be­reich hat. Er ist am bes­ten in der Lage, im eige­nen Betrieb ein siche­res Sys­tem der Fut­ter­mit­tel­her­stel­lung ein­zu­rich­ten und die­ses zur Grund­la­ge der eige­nen Kal­ku­la­ti­on zu machen, um dafür zu sor­gen, dass das von ihm aus­ge­lie­fer­te Fut­ter­mit­tel sicher ist [26].

Es bedarf kei­ner Ent­schei­dung, ob der Fut­ter­mit­tel­un­ter­neh­mer sich mit Rück­sicht auf den Grund­satz der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit unter Anwen­dung des Rechts­ge­dan­kens des § 1 Abs. 2 Prod­HaftG in bestimm­ten Fall­ge­stal­tun­gen ent­las­ten kann. Es ist für den Bun­des­ge­richts­hof schon nicht ersicht­lich, dass die tat­säch­li­chen Vor­aus­set­zun­gen einer der dort auf­ge­führ­ten Ent­las­tungs­tat­be­stän­de im Streit­fall gege­ben sind.

Die Haf­tung des Fut­ter­mit­tel­un­ter­neh­mers gemäß § 24 LFGB aF ver­stößt nicht gegen das all­ge­mei­ne Gleich­heits­ge­bot in Art. 3 Abs. 1 GG. Aus dem all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz erge­ben sich je nach Rege­lungs­ge­gen­stand und Dif­fe­ren­zie­rungs­merk­ma­len unter­schied­li­che Gren­zen für den Gesetz­ge­ber, die vom blo­ßen Will­kür­ver­bot bis zu einer stren­gen Bin­dung an Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­er­for­der­nis­se rei­chen. Art. 3 Abs. 1 GG ist ver­letzt, wenn sich ein ver­nünf­ti­ger, sich aus der Natur der Sache erge­ben­der oder sonst ein­leuch­ten­der Grund für die gesetz­li­che Dif­fe­ren­zie­rung oder Gleich­be­hand­lung nicht fin­den lässt. Wei­ter­hin ist der all­ge­mei­ne Gleich­heits­satz dann ver­letzt, wenn eine Grup­pe von Normadres­sa­ten oder Norm­be­trof­fe­nen im Ver­gleich zu einer ande­ren Grup­pe anders behan­delt wird, obwohl zwi­schen bei­den Grup­pen kei­ne Unter­schie­de von sol­cher Art und sol­chem Gewicht bestehen, dass sie die unter­schied­li­che Behand­lung recht­fer­ti­gen kön­nen. Dafür kommt es wesent­lich auch dar­auf an, in wel­chem Maß sich die Ungleich­be­hand­lung von Per­so­nen oder Sach­ver­hal­ten auf die Aus­übung grund­recht­lich geschütz­ter Frei­hei­ten nach­tei­lig aus­wir­ken kann [27].

Danach ist die gesetz­li­che Wer­tung nicht zu bean­stan­den. Zwar gibt es für Lebens­mit­tel­un­ter­neh­mer kei­ne ent­spre­chen­de Haf­tungs­norm. Die Gefah­ren­la­ge ist jedoch nicht ver­gleich­bar [28]. Fut­ter­mit­tel wur­den als sen­si­bles Glied am Anfang der Lebens­mit­tel­ket­te bezeich­net [29]. Dies wird beson­ders deut­lich, wenn schäd­li­che Fut­ter­mit­tel – wie hier – ande­ren, an sich unschäd­li­chen Fut­ter­mit­teln bei­gemischt wer­den, so dass gro­ße Men­gen ins­ge­samt nicht ver­kehrsfä­hi­ger Fut­ter­mit­tel mit Umwelt­gif­ten in die Lebens­mit­tel­ket­te ein­ge­schleppt wer­den und auf den Markt gelan­gen kön­nen [30]. Das recht­fer­tigt das Anlie­gen des Gesetz­ge­bers, unzu­läs­si­ge Belas­tun­gen von Fut­ter­mit­teln – als ers­tes Glied der Lebens­mit­tel­ket­te – schon auf der ers­ten Pro­duk­ti­ons­stu­fe zu ver­mei­den und Fut­ter­mit­tel­un­ter­neh­mer auf die­se Wei­se zu ver­an­las­sen, auch die Qua­li­tät ihrer rück­wär­ti­gen Lie­fer­ket­te zu sichern.

Haf­tung in nicht bestä­tig­ten Verdachtsfällen

Nach die­sen Grund­sät­zen kommt eine ver­schul­dens­un­ab­hän­gi­ge Haf­tung der Händ­le­rin nicht in Betracht, weil kei­ne Dioxin­be­las­tung des gelie­fer­ten Fut­ter­mit­tels fest­ge­stellt wur­de. § 24 LFGB aF erfasst kei­ne Schä­den, die auf­grund von Ver­dachts­fäl­len ent­stan­den sind. Zwar wäre dies mit dem Wort­laut ver­ein­bar, denn auch ver­däch­ti­ges Fut­ter­mit­tel ist nicht han­dels­üb­lich. Im Hin­blick auf den Aus­nah­me­cha­rak­ter der Bestim­mung, die auf der Grund­la­ge von § 276 Abs. 1 Satz 1 Halb­satz 2 BGB vom Ver­schul­dens­er­for­der­nis als Regel­form des Ver­tre­ten­müs­sens von Pflicht­ver­let­zun­gen (§ 276 Abs. 1 Satz 1 Halb­satz 1 BGB) abweicht, ist jedoch eine enge Aus­le­gung geboten.

Die Geset­zes­ma­te­ria­li­en geben kei­nen Hin­weis dar­auf, dass der Gesetz­ge­ber die in § 24 LFGB aF gere­gel­te Gewähr­über­nah­me des Ver­äu­ße­rers für han­dels­üb­li­che Rein­heit und Unver­dor­ben­heit des Fut­ter­mit­tels auf blo­ße Ver­dachts­fäl­le erstre­cken woll­te. Dass der Gesetz­ge­ber, der sich bei Schaf­fung der Norm auf einen Ver­weis auf die Rechts­la­ge zu den im wesent­li­chen inhalts­glei­chen Vor­gän­ger­be­stim­mun­gen beschränkt hat [31], deren Ver­ständ­nis wie­der­um maß­geb­lich durch das BGH, Urteil vom 24.11.1971 [32] geprägt war, die erkann­te Garan­tie­haf­tung des Ver­käu­fers für eine tat­säch­lich vor­han­de­ne Ver­un­rei­ni­gung des gelie­fer­ten Fut­ter­mit­tels sogar auf blo­ße Ver­dachts­fäl­le aus­deh­nen woll­te, ist nicht ersichtlich.

Das gilt umso mehr, als die Ent­ste­hung eines blo­ßen Ver­dachts auch auf Ursa­chen außer­halb der Sphä­re des Ver­käu­fers beru­hen kann, ohne dass er die Mög­lich­keit hat, die­se Ursa­chen und den Ver­lauf eines sol­chen Ver­dachts hin­rei­chend zu beherr­schen. Die Annah­me, dass der Gesetz­ge­ber gleich­wohl in die nach dem BGH, Urteil bestehen­de Garan­tie­haf­tung auch blo­ße Ver­dachts­fäl­le ein­be­zie­hen woll­te, liegt des­halb fern.

Gegen die Erstre­ckung des § 24 LFGB aF auf Ver­dachts­fäl­le spricht fer­ner, dass der Gesetz­ge­ber des Lebens­mit­tel- und Fut­ter­mit­tel­ge­setz­buchs in ande­ren Bestim­mun­gen aus­drück­lich Anord­nun­gen für den Fall eines Ver­dachts getrof­fen hat. So gibt § 39 Abs. 2 Satz 1 LFGB aF den zustän­di­gen Behör­den unter ande­rem die Befug­nis, die zur Fest­stel­lung der Aus­räu­mung eines (hin­rei­chen­den) Ver­dachts eines Geset­zes­ver­sto­ßes erfor­der­li­chen Anord­nun­gen zu tref­fen. Des Wei­te­ren soll eine Infor­ma­ti­on der Öffent­lich­keit erfol­gen, wenn der (hin­rei­chen­de) Ver­dacht besteht, dass gegen Vor­schrif­ten des Lebens­mit­tel- und Fut­ter­mit­tel­ge­setz­buchs ver­sto­ßen wur­de, die dem Schutz der Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher vor Gesund­heits­ge­fähr­dun­gen die­nen (§ 40 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 Buch­sta­be a LFGB aF). Wei­te­re behörd­li­che Mit­tei­lun­gen in Ver­dachts­fäl­len sind in § 38 Abs. 6, § 42 Abs. 4 sowie in § 55 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 LFGB aF vor­ge­se­hen. Dar­aus ist im Umkehr­schluss zu fol­gern, dass der Gesetz­ge­ber § 24 LFGB aF nicht auf Fäl­le des Man­gel­ver­dachts zuge­schnit­ten hat.

Die­ses Norm­ver­ständ­nis spie­gelt sich auch in der Ent­schlie­ßung des Bun­des­rats vom 22.03.2013 wie­der, mit der die Bun­des­re­gie­rung um Prü­fung gebe­ten wor­den ist, ob eine Haf­tungs­re­ge­lung in das Lebens­mit­tel- und Fut­ter­mit­tel­ge­setz­buch, zum Bei­spiel in § 24, inte­griert wer­den kön­ne, die Ein­kom­mens­aus­fäl­le land­wirt­schaft­li­cher Betrie­be auch dann abge­deckt, wenn die­se auf­grund von Ver­dachts­fäl­len gesperrt wer­den und ihre Pro­duk­te des­halb zeit­wei­se nicht ver­mark­ten dür­fen, auch wenn sich der Ver­dacht schließ­lich nicht bestä­tigt. Zum Schutz die­ser Betrie­be bedür­fe es einer umfas­sen­den Haf­tungs­re­ge­lung, die auch Schä­den aus Ver­dachts­fäl­len erfas­se [33]. Auch der Bun­des­rat geht dem­nach davon aus, dass das gel­ten­de Lebens­mit­tel- und Fut­ter­mit­tel­ge­setz­buch eine sol­che Haf­tungs­re­ge­lung nicht enthält.

Der blo­ße Dioxin-Ver­dacht als Sachmangel

Zwar ist bereits der auf kon­kre­ten Tat­sa­chen beru­hen­de, nicht aus­zu­räu­men­de Ver­dacht einer erheb­li­chen Dioxin­be­las­tung als Sach­man­gel im Sin­ne des § 434 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 BGB anzu­se­hen. Ein ein sol­cher Man­gel­ver­dacht bestand in dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall auch. Inso­weit steht aber eine Ver­schul­dens­haf­tung des Ver­käu­fers nach § 437 Nr. 3, § 280 Abs. 1 BGB in Rede, der aller­dings die Ver­schul­dens­ver­mu­tung des § 280 Abs. 1 Satz 2 BGB wider­le­gen kann.

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist beim Kauf von Lebens­mit­teln, die zur Wei­ter­ver­äu­ße­rung bestimmt sind, ein Sach­man­gel der gelie­fer­ten Ware auch dann anzu­neh­men, wenn sie wegen ihrer Her­kunft unter dem auf kon­kre­te Tat­sa­chen gestütz­ten, nahe­lie­gen­den Ver­dacht gesund­heits­schäd­li­cher Beschaf­fen­heit ste­hen, die­ser Ver­dacht durch dem Käu­fer zumut­ba­re Maß­nah­men nicht zu besei­ti­gen ist und daher die nach dem Ver­trag vor­aus­ge­setz­te Ver­käuf­lich­keit der Ware ent­fällt [34]. Das gilt auch dann, wenn der Ver­dacht – wie hier – zwar erst nach Gefahr­über­gang ent­steht, aber auf Tat­sa­chen beruht, die vor Gefahr­über­gang gege­ben waren, jedoch nicht erkannt wor­den sind [35].

An die­sen Grund­sät­zen, die im Schrift­tum Zustim­mung gefun­den haben [36], ist auch nach dem Inkraft­tre­ten des Geset­zes zur Reform des Schuld­rechts festzuhalten.

Die­se Grund­sät­ze kom­men auch zum Tra­gen, wenn der kon­kre­te Ver­dacht besteht, dass die Inhalts­stof­fe von Fut­ter­mit­teln für der Lebens­mit­tel­ge­win­nung die­nen­de Tie­re die zuläs­si­gen Höchst­wer­te über­schrei­ten und die Ver­käuf­lich­keit des pro­du­zier­ten Lebens­mit­tels dadurch beein­träch­tigt wird. Um Lebens­mit­tel­si­cher­heit gewähr­leis­ten zu kön­nen, müs­sen alle Aspek­te der Lebens­mit­tel­her­stel­lungs­ket­te betrach­tet wer­den, ein­schließ­lich der Fut­ter­mit­tel­pro­duk­ti­on bis hin zum Ver­kauf sol­cher­art pro­du­zier­ter Lebens­mit­tel an den Ver­brau­cher, weil jedes Glied die­ser Ket­te, auch kon­ta­mi­nier­te Fut­ter­mit­tel, Aus­wir­kung auf die Lebens­mit­tel­si­cher­heit haben kann [37]. Des­halb umfasst das Lebens­mit­tel­recht nicht nur die Pro­duk­ti­ons, Ver­ar­bei­tungs- und Ver­triebs­stu­fen von Lebens­mit­teln, son­dern auch von Fut­ter­mit­teln, die für der Lebens­mit­tel­ge­win­nung die­nen­de Tie­re her­ge­stellt oder an sie ver­füt­tert wer­den (Art. 3 Nr. 1 Basis-VO [EG] Nr. 178/​2002).

Im vor­lie­gen­den Fall stand zudem fest, dass im Betrieb der Händ­le­rin her­ge­stell­tes Misch­fut­ter­mit­tel mit Dioxin in einer über dem Grenz­wert lie­gen­den Kon­zen­tra­ti­on belas­tet war. Aus der Stel­lung­nah­me des Bun­des­in­sti­tuts für Risi­ko­be­wer­tung folgt nicht, dass sich der Ver­dacht, der die Ver­käuf­lich­keit der Hüh­ner­ei­er beein­träch­tig­te, als unbe­rech­tigt erwie­sen hat, denn jeden­falls „bei weni­gen Pro­ben“ war ein rele­vant erhöh­ter Dioxin­ge­halt vor­han­den. Zwar hat sich her­aus­ge­stellt, dass letzt­lich kei­ne Gesund­heits­ge­fahr für End­ver­brau­cher bestand. Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist es jedoch nicht erfor­der­lich, dass sich eine Gesund­heits­ge­fahr spä­ter als tat­säch­lich vor­han­den bestä­ti­gen muss, zumal es in sol­chen Fäl­len nicht auf den Ver­dacht ankä­me [38].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 22. Okto­ber 2014 – VIII ZR 195/​13

  1. in der seit dem 4.07.2009 gel­ten­den und am 24.07.2009 bekannt gemach­ten Neu­fas­sung, BGBl I S. 2205, wel­che bis zum 3.08.2011 gül­tig war[]
  2. vgl. BT-Drs. 15/​3170, S. 13[]
  3. eben­so Boch, ZLR 2013, 111, 114 f.[]
  4. Döring in Zipfel/​Rathke, Lebens­mit­tel­recht, 157. Ergän­zungs­lie­fe­rung, 2014, § 24 LFGB Rn. 18[]
  5. vgl. Ent­wurf eines Geset­zes zur Moder­ni­sie­rung des Schuld­rechts vom 14.05.2001, BT-Drs. 14/​6040, S. 132, zu § 276 Abs. 1 Satz 1 BGB[]
  6. Schuld­rechts­mo­der­ni­sie­rungs­ge­setz, BGBl I S. 3138[]
  7. vgl. BT-Drs. 14/​6040, S. 132[]
  8. RGBl. I S. 525[]
  9. BGH, Urteil vom 24.11.1971 – VIII ZR 81/​70, BGHZ 57, 292, 296 ff.[]
  10. BGH, Urteil vom 24.11.1971 – VIII ZR 81/​70, aaO 294[]
  11. BGH, Urteil vom 24.11.1971 – VIII ZR 81/​70, aaO 296 f.[]
  12. vgl. Erwä­gungs­grund 2 der Basis-VO [EG] Nr. 178/​2002[]
  13. eben­so Steiling/​Soravia, ZLR 2012, 593, 596[]
  14. BGBl I S. 1745[]
  15. BGH, Urteil vom 24.11.1971 – VIII ZR 81/​70, aaO[]
  16. BT-Drs. 7/​2990, S. 18[]
  17. BGH, Urteil vom 20.11.1984 – IVa ZR 104/​83, BGHZ 93, 23, 25 f.[]
  18. BGBl I S. 1756[]
  19. BGBl I S. 2618[]
  20. Geset­zes­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung zum Ent­wurf eines Geset­zes zur Neu­ord­nung des Lebens­mit­tel- und des Fut­ter­mit­tel­rechts vom 24.08.2004, BT-Drs. 15/​3657, S. 64[]
  21. so auch Boch, LFGB, 3. Aufl., § 24 Rn. 3 ff.; ders., ZLR 2013, 111, 113; Wehl­au, LFGB, 2. Aufl., § 24 Rn. 2; sie­he auch Naue/​Torwegge, Agrar- und Umwelt­recht 2013, 445, 446[]
  22. BGBl I S. 1608[]
  23. ABl. L 299/​1 vom 01.09.2009[]
  24. Stel­lung­nah­me des Bun­des­ra­tes und Gegen­äu­ße­rung der Bun­des­re­gie­rung vom 06.04.2011, BT-Drs. 17/​5392, S. 7; Beschluss­emp­feh­lung und Bericht des Aus­schus­ses für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Ver­brau­cher­schutz vom 25.05.2011, BT-Drs. 17/​5953, S. 18[]
  25. vgl. Döring in Zipfel/​Rathke, aaO, § 24 LFGB Rn.19 f.; Steiling/​Soravia, aaO S. 598 ff.[]
  26. sie­he die Erwä­gungs­grün­de 30 und 31 der Basis-VO [EG] Nr. 178/​2002[]
  27. BVerfGE 130, 52, 65 f.; 133, 377 Rn. 74 ff.; BGH, Urteil vom 01.12 2010 – VIII ZR 241/​07, WM 2011, 514 Rn. 16 ff.; jeweils mwN[]
  28. anders Naue/​Torwegge, aaO, S. 447[]
  29. so Erwä­gungs­grund 1 der VO [EG] Nr. 767/​2009 des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 13.07.2009 über das Inver­kehr­brin­gen und die Ver­wen­dung von Fut­ter­mit­teln, ABl. L 299/​1 vom 01.09.2009[]
  30. vgl. Boch, ZLR 2013, 111, 119[]
  31. vgl. BT-Drs. 15/​3657, S. 64[]
  32. VIII ZR 81/​70, aaO[]
  33. BR-Drs. 151/​13 [B], S. 4 f.; dazu Krü­ger, BZAR 2013, 496 ff.[]
  34. BGH, Urtei­le vom 16.04.1969 – VIII ZR 176/​66, BGHZ 52, 51; vom 14.06.1972 – VIII ZR 75/​71, WM 1972, 1314; vom 23.11.1988 – VIII ZR 247/​87, NJW 1989, 218; jeweils zu § 459 Abs. 1 BGB aF[]
  35. BGH, Urteil vom 14.06.1972 – VIII ZR 75/​71, aaO[]
  36. Stau­din­ger/­Ma­tu­sche-Beck­mann, BGB, Neu­be­ar­bei­tung 2014, § 434 Rn. 158 f., 246 f.; Palandt/​Weidenkaff, BGB, 73. Aufl., § 434 Rn. 58; Münch-KommBGB/­Wes­ter­mann, 6. Aufl., § 434 Rn. 13, 76; Reinicke/​Tiedtke, Kauf­recht, 8. Aufl., Rn. 316; Beck­OK BGB/​Faust, Stand: 1.08.2014, § 434 Rn. 71; ders. in Fest­schrift Picker, 2010, S. 185 ff.; kri­tisch Erman/​Grunewald, BGB, 14. Aufl., § 434 Rn. 7[]
  37. vgl. die Erwä­gungs­grün­de 12, 13 der Ver­ord­nung [EG] Nr. 178/​2002 des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 28.01.2002 zur Fest­le­gung der all­ge­mei­nen Grund­sät­ze und Anfor­de­run­gen des Lebens­mit­tel­rechts, zur Errich­tung der Euro­päi­schen Behör­de für Lebens­mit­tel­si­cher­heit und zur Fest­le­gung von Ver­fah­ren zur Lebens­mit­tel­si­cher­heit, ABl. L 31/​1 vom 01.02.2002; nach­fol­gend: Basis-VO [EG] Nr. 178/​2002[]
  38. BGH, Urteil vom 14.06.1972 – VIII ZR 75/​71, aaO unter – I 3 b[]