Die Mitarbeitergesundheit ist ein wichtiges Thema, mit dem sich jedes Unternehmen ab dem ersten Angestellten beschäftigen muss und sollte. Arbeitgeber haben bekanntlich eine Fürsorgepflicht gegenüber ihren Arbeitnehmern, die sich aus zahlreichen Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften zusammensetzt. Es lohnt sich für Unternehmen jedoch auch über diese Vorschriften hinaus in die Mitarbeitergesundheit zu investieren, schließlich sind die Angestellten das wichtigste Kapital und maßgeblich für den Firmenerfolg.
Warum Sie die Mitarbeitergesundheit fördern sollten
Arbeitgeber sind im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht dazu verpflichtet, zahlreiche Maßnahmen zum Schutz und zur Sicherheit ihrer Angestellten zu treffen. Welche das konkret sind, hängt u.a. von der Branche ab. Im Baugewerbe müssen zum Beispiel etliche Sicherheitsvorkehrungen auf Baustellen getroffen werden und in anderen Branchen mit erhöhter Infektionsgefährdung sind bestimmte Vorsorgemaßnahmen wie eine G42 Untersuchung verpflichtend. Arbeitgeber tun gut daran, die vielen Vorschriften zum Gesundheitsschutz ihrer Angestellten nicht als einen unvermeidbaren Kostenfaktor anzusehen. Sie sollten stattdessen sogar über die gesetzlichen Vorschriften hinaus in die Mitarbeitergesundheit investieren. Nur wenn es den Angestellten gut geht, können diese schließlich jeden Tag aufs Neue Bestleistungen für das Unternehmen erbringen. Mehren sich hingegen krankheitsbedingte Ausfälle, kommt das dem Unternehmen schnell teuer zu stehen. Auch für die Mitarbeiteranbindung und für die Attraktivität des Unternehmens bei interessierten Bewerbern ist eine Förderung der Mitarbeitergesundheit bedeutsam. Mit folgenden Maßnahmen können Sie Wohlbefinden und Gesundheit ihrer Angestellten gezielt fördern.
Ergonomische Arbeitsplätze einrichten
Eigentlich ist eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung verpflichtend, entsprechende Vorschriften dazu finden sich u.a. im Arbeitsschutzgesetz und in der Arbeitsstättenverordnung. In vielen Betrieben lässt die Umsetzung jedoch zu wünschen übrig. Investieren Sie der Gesundheit Ihrer Mitarbeiter zuliebe in ergonomische Bürostühle und Schreibtische. Wer acht Stunden oder mehr am Bildschirm arbeitet, sollte auf einem ergonomischen Bürostuhl sitzen, der sich optimal auf die eigene Statur anpassen lässt und das so wichtige dynamische Sitzen fördert. Andernfalls sind Rücken- und Bandscheibenprobleme vorprogrammiert. Neben den Büromöbeln gehören auch eine gute Beleuchtung, ein angenehmes Raumklima und Lärmschutz zur Ergonomie am Arbeitsplatz.
Fördern Sie die Bewegung am Arbeitsplatz
Sitzen ist das neue Rauchen, deswegen ist es gerade in Betrieben, in denen viel im Sitzen gearbeitet wird, enorm wichtig einen Ausgleich anzubieten. Das geht zum Beispiel, indem Sie für Ihre Belegschaft einen Fitnessraum einrichten oder den Angestellten eine Mitgliedschaft in einem nahegelegenen Fitnessstudio bezahlen. Sie können auch Firmen-Fahrräder anbieten, um Ihre Angestellten zu ermutigen, öfter mit dem Rad zur Arbeit zu kommen.
Ein betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) einführen
Das betriebliche Gesundheitsmanagement ist ein umfassendes Konzept zur Förderung und Durchführung von Gesundheitsthemen in Betrieben, das sich aus den Teilbereichen Arbeitsschutz, betriebliches Eingliederungsmanagement und betriebliche Gesundheitsförderung zusammensetzt. Umfassende Informationen zum BGM und dessen Umsetzung erhalten Sie u.a. bei den Krankenkassen, die das Konzept unter gewissen Umständen auch finanziell fördern.
Ernährung während der Arbeit
Schon ohne viel Aufwand können Sie etwas für die Gesundheit Ihrer Angestellten tun. Sorgen Sie zum Beispiel dafür, dass in der Betriebsküche stets ein Obstkorb mit frischem Obst bereitsteht und stellen Sie ausreichend Mineralwasser zur Verfügung. Wenn Sie über eine Betriebskantine verfügen, können Sie das Speisenangebot gesund und ausgewogen gestalten. Attraktive Corporate Benefits sind Essensgutscheine für Restaurants, die eine gesunde Kost anbieten.
Sorgen Sie für eine gesunde Unternehmenskultur
Sorgen Sie allgemein für ein gutes Betriebsklima und dafür, dass sich niemand in Ihrem Betrieb ausgegrenzt fühlt. Die Unternehmensführung sollte stets ein offenes Ohr für die Probleme und Anliegen der Mitarbeiter haben. Größere Unternehmen können ihren Angestellten auch einen Betriebspsychologen als Ansprechpartner bereitstellen. Bieten Sie Ihren Angestellten außerdem eine gesunde Work-Life-Balance mit flexiblen Arbeitszeitmodellen. Wenn Angestellte die Möglichkeit haben, an einigen Tagen der Woche im Home-Office zu arbeiten, trägt dies oft sehr zu ihrem Wohlbefinden bei.
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