Auf­klä­rungs­hil­fe – auch die ver­schie­de­nen Taten

Hat der Ange­klag­te durch frei­wil­li­ges Offen­ba­ren sei­nes Wis­sens wesent­lich zur Auf­de­ckung einer Tat nach den §§ 29 bis 30a BtMG bei­getra­gen, lie­gen die Vor­aus­set­zun­gen für eine Straf­mil­de­rung nach § 31 Satz 1 Nr. 1 BtMG für alle Taten des Ange­klag­ten vor, die mit der auf­ge­deck­ten Tat im Zusam­men­hang ste­hen, ohne dass es dar­auf ankommt, ob auch bezüg­lich die­ser Taten ein wesent­li­cher Auf­klä­rungs­er­folg bewirkt wor­den ist 1.

Auf­klä­rungs­hil­fe – auch die ver­schie­de­nen Taten

Ein für § 31 Satz 1 Nr. 1 BtMG hin­rei­chen­der Zusam­men­hang ist nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs bei Taten eines Mit­tä­ters – wie hier – im Rah­men einer fort­ge­setz­ten Ver­kaufs­tä­tig­keit, an wel­cher der die Auf­klä­rungs­hil­fe leis­ten­de Ange­klag­te jeden­falls in Teil­ab­schnit­ten betei­ligt war, gege­ben 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 14. Sep­tem­ber 2016 – 4 StR 212/​16

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 31.03.2015 – 3 StR 21/​15, NStZ-RR 2015, 248; vom 05.08.2013 – 5 StR 327/​13, NStZ 2014, 167; vom 10.04.2013 – 4 StR 90/​13, StV 2013, 705 f.; Weber, BtMG, 4. Aufl., § 31 Rn. 41; Mai­er in MK-StGB, 2. Aufl., § 31 BtMG Rn. 112[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 31.03.2015 – 3 StR 21/​15 aaO; Urtei­le vom 20.03.2014 – 3 StR 429/​13, StV 2014, 619 f.; vom 20.02.1991 – 2 StR 608/​90, BGHR BtMG § 31 Nr. 1 Tat 1[]