Die Tätig­keit eines Immo­bi­li­en­mak­lers

Jeder, der sich aus pri­va­ten oder beruf­li­chen Grün­den zu einem Umzug ent­schlos­sen hat, steht bei der Suche nach einem neu­en Zuhau­se vor der Wahl, ob er sich der Hil­fe eines Immo­bi­li­en­mak­lers bedie­nen will.

Die Tätig­keit eines Immo­bi­li­en­mak­lers

HausFehlt es für die eigen­stän­di­ge Suche nach dem pas­sen­den Objekt an der erfor­der­li­chen Zeit oder die durch­aus not­wen­di­ge Muße und Geduld kann nicht auf­ge­bracht wer­den, ist die Unter­stüt­zung eines Immo­bi­li­en­mak­lers hilf­reich. Hat man sich ent­schlos­sen, einen Mak­ler zu beauf­tra­gen, ist einem auch sicher­lich bewusst, dass die­se Dienst­leis­tung mit Kos­ten ver­bun­den sein wird. Aller­dings kann es für einen Ver­brau­cher ärger­lich sein, wenn er sich für ein Ange­bot inter­ess­siert, in dem ein Mak­ler ohne sein Zutun invol­viert wor­den ist. Denn auch in dem Fall kann der Ver­brau­cher beim Kauf bzw. beim Miet­ver­trag dazu ver­pflich­tet wer­den, eine Mak­ler­cour­ta­ge zu zah­len – die­se kann je nach Mak­ler in ganz unter­schied­li­cher Höhe zu leis­ten sein.

Gera­de in Zusam­men­hang mit der Mak­ler­cour­ta­ge kommt es immer wie­der zu Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen den Par­tei­en, die bis hin zu Gerichts­ver­fah­ren füh­ren kön­nen. Häu­fig sind Miss­ver­ständ­nis­se und fal­sche Vor­stel­lun­gen der Grund dafür.

Die Mak­ler­tä­tig­keit ist in den §§ 652654 BGB gere­gelt und legt u.a. fest, dass ein beauf­trag­ter Mak­ler für die Ver­mitt­lung eines Ver­kaufs einer Immo­bi­lie zu kei­ner Tätig­keit ver­pflich­tet ist. Da die­se Rege­lung einer gewerbs­mä­ßi­gen Tätig­keit als Mak­ler ent­ge­gen­steht, kommt es nor­ma­ler­wei­se zwi­schen Mak­ler und Auf­trag­ge­ber zu geson­der­ten Ver­ein­ba­run­gen. Ent­ge­gen der land­läu­fi­gen Mei­nung bedarf es aber kei­nes Mak­ler­ver­tra­ges, damit eine Mak­ler­pro­vi­si­on fäl­lig wird, viel­mehr muss gemäß § 652 BGB der "Mäk­ler" den "Nach­weis der Gele­gen­heit zum Abschluss eines Ver­trags" erbrin­gen.

In der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land exis­tiert kei­ne Berufs­aus­bil­dung zum Immo­bi­li­en­mak­ler. Aller­dings ist eine behörd­li­che Erlaub­nis gemäß § 34 c Gewer­be­ord­nung erfor­der­lich. Häu­fig kön­nen die Immo­bi­li­en­mak­ler eine Aus­bil­dung als Immo­bi­li­en­kauf­mann vor­wei­sen, die Teil­be­rei­che der Tätig­keit eines Immo­bi­li­en­mak­lers beinhal­tet. Eben­so kann die Mit­glied­schaft im Immo­bi­li­en­ver­band Deutsch­land, IVD, ein Qua­li­täts­merk­mal für einen kom­pe­ten­ten Immo­bi­li­en­mak­ler sein. Der Fra­ge nach einer der­ar­ti­gen Mit­glied­schaft wird sich kein seriö­ser Mak­ler ent­zie­hen, viel­fach wird sie auf den ein­schlä­gi­gen Inter­net­sei­ten bereits expli­zit erwähnt. So fin­det man z. B. unter Immo­bi­li­en­mak­ler Leip­zig das Emblem des IVD. Neben der jahr­zehn­te­lan­gen Erfah­rung und vie­len Aus­zeich­nun­gen wird so die Qua­li­tät der Tätig­keit garan­tiert. Für einen damit ange­bo­te­nen Immo­bi­li­en-Rund­um-Ser­vice eines Mak­lers ist ein Ver­brau­cher auch bereit, für die­se Dienst­leis­tung zu bezah­len. – Denn gute Leis­tung kos­tet gutes Geld.