Gemein­ge­brauch an Stra­ßen und Wegen – und sei­ne zivil­recht­li­che Durch­set­zung

Der Gemein­ge­brauch an dem öffent­li­chen Ver­kehr gewid­me­ten Stra­ßen und Wegen ist kein pri­va­tes Recht i. S. d. §§ 823 Abs. 1, 1004 BGB und muss des­halb grund­sätz­lich öffent­lich-recht­lich über den Wid­mungs­trä­ger durch­ge­setzt wer­den.

Gemein­ge­brauch an Stra­ßen und Wegen – und sei­ne zivil­recht­li­che Durch­set­zung

Der nega­ti­ve pri­va­te Recht­schutz aus § 1004 BGB wird über den Eigen­tums­schutz hin­aus jedoch auf alle delikts­recht­lich geschütz­ten Rechts­gü­ter aus­ge­dehnt, zu denen das Recht am ein­ge­rich­te­ten und aus­ge­üb­ten Gewer­be­be­trieb gehört. In die­ses Recht wird wider­recht­lich ein­ge­grif­fen, wenn der unge­hin­der­te Zugang zu einem sol­chen Gewer­be­be­trieb auf einem hier­für zur Ver­fü­gung ste­hen­den öffent­li­chen Weg ver­sperrt wird 1.

Ober­lan­des­ge­richt Cel­le, Urteil vom 20. August 2014 – 7 U 2/​14 (L)

  1. BGH NJW 1998, 2058, 2059 f.[]