Gericht­li­che Zustel­lun­gen – und der feh­len­de Zustel­lungs­wil­len

Für eine wirk­sa­me Zustel­lung ist ein Zustel­lungs­wil­le des Gerichts erfor­der­lich.

Gericht­li­che Zustel­lun­gen – und der feh­len­de Zustel­lungs­wil­len

Die Zustel­lung einer gericht­li­chen Ent­schei­dung an einen Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten hat für die von dem Rechts­an­walt ver­tre­te­ne Par­tei kei­ne Wir­kun­gen – und setzt kei­ne Frist in Lauf, wenn das Gericht – für die Betei­lig­ten erkenn­bar – die Ent­schei­dung nicht die­ser Par­tei zustel­len will, son­dern einer ande­ren Per­son, die vom sel­ben Anwalt ver­tre­ten wird 1.

Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he, Beschluss vom 29. Okto­ber 2014 – 9 W 19/​14

  1. Vgl. zu einem ähn­li­chen Fall BGH, NJW-RR 2012, 179; vgl. im Übri­gen zum ähn­li­chen pro­zes­sua­len Pro­blem des Zustel­lungs­wil­lens eines Gerichts bei der Hei­lung von Zustel­lungs­män­geln gemäß § 189 ZPO Zöller/​Stöber a.a.O., § 189 ZPO, RdNr. 2.[]