Haus­tür­ge­schäft trotz Ein­la­dung

Ein in einer Pri­vat­woh­nung geschlos­se­ner Ver­trag kann als Haus­tür­ge­schäft zu wer­ten sein, für das ein Wider­rufs­recht gilt, selbst dann, wenn der Kun­de die Fir­ma zu sich nach Hau­se bestellt hat­te.

Haus­tür­ge­schäft trotz Ein­la­dung

In einem jetzt vom AG Mün­chen ent­schie­de­nen Fall war die Kun­din, die eine neue Haus­tür such­te, wäh­rend eines Mes­se­be­su­ches dar­auf hin­ge­wie­sen wor­den, dass der genaue Preis erst nach Begut­ach­tung der alten Tür vor Ort mit­ge­teilt wer­den kön­ne. Dadurch habe die Fir­ma den Ter­min in der Woh­nung der Kun­din pro­vo­ziert und müs­se sich des­halb so behan­deln las­sen, als sei sie unauf­ge­for­dert bei der Beklag­ten erschie­nen, befand das AG.

Amts­ge­richt Mün­chen, Urteil vom 14.03.2006 – 274 C 3367/​05
[via beck-aktu­ell]