Hin­weis­pflicht bei befris­te­ten Rügen

Hängt der Erfolg einer Rechts­be­schwer­de davon ab, dass eine Ver­fah­rens­rüge inner­halb der Frist zur Begrün­dung des Rechts­mit­tels erho­ben wor­den ist, so ist das Rechts­be­schwer­de­ge­richt nicht gehal­ten, dem Rechts­be­schwer­de­füh­rer durch Ertei­lung eines Hin­wei­ses Gele­gen­heit zu geben, sein Vor­brin­gen nach Ablauf der Begrün­dungs­frist zu ergän­zen.

Hin­weis­pflicht bei befris­te­ten Rügen

Ein Ver­fah­rens­man­gel, der die zulas­sungs­freie Rechts­be­schwer­de (im ent­schie­de­nen Fall gemäß § 100 Abs. 3 PatG) eröff­net, muss inner­halb der Frist zur Begrün­dung der Rechts­be­schwer­de (§ 102 Abs. 3 PatG) vor­ge­bracht wer­den [1]. Ergän­zen­des Vor­brin­gen der Patent­in­ha­be­rin im Anschluss an einen Hin­weis des Senats hät­te nicht mehr berück­sich­tigt wer­den dür­fen.

BGH, Beschluss vom 5. Juli 2011 – X ZB 1/​10 ‑Modu­la­rer Fern­se­her II

  1. BGH, Beschluss vom 19.05.1999 – X ZB 13/​98, GRUR 1999, 919 – Zugriffs­in­for­ma­ti­on[]